24 May 2026, 12:34

Ehemaliger Verbündeter des Sinaloa-Gouverneurs nach Korruptions-Enthüllungen ermordet

Cuén beschuldigte die Söhne von Rocha Monate vor seinem Tod

Ehemaliger Verbündeter des Sinaloa-Gouverneurs nach Korruptions-Enthüllungen ermordet

Héctor Melesio Cuén Ojeda, ein ehemaliger politischer Verbündeter des Gouverneurs von Sinaloa, Rubén Rocha Moya, wurde am 20. Juli 2024 ermordet. Sein Tod ereignete sich nur wenige Tage, nachdem er weitere Details eines groß angelegten Korruptionsskandals aufgedeckt hatte, in den die Söhne des Gouverneurs und staatliche Beamte verwickelt sein sollen. Die Vorwürfe hatten bereits rechtliche Beschwerden und Ermittlungen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder ausgelöst.

Cuén Ojeda hatte den Korruptionsskandal erstmals im Januar 2024 in Folge 47 seiner investigativen Serie Cuentas Claras (deutsch: Klartext) enthüllt. Er beschrieb ein „Karussell“-System, bei dem Unternehmen, die öffentliche Aufträge erhielten, Gelder an Firmen weiterleiteten, die im Besitz der Söhne Rocha Moyas standen. Über 200 manipulierte oder direkt vergebene Verträge im Gesamtwert von 2,889 Milliarden Pesos sollen Teil des Systems gewesen sein.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Noch vor seinem Tod hatte Cuén Ojeda im November 2023 offizielle Anzeigen bei Landes- und Bundesbehörden erstattet. Zudem warnte er, dass die Bundesjustiz bereits gegen die Kinder des Gouverneurs ermittle. Im Juli 2024, nur fünf Tage vor seiner Ermordung, erschien Folge 97 von Cuentas Claras, in der er ankündigte, noch detailliertere und fundiertere Beweise gegen Rocha Moyas Familie vorlegen zu wollen.

Der politische Bruch zwischen den beiden Männern begann 2023, nach Jahren der Zusammenarbeit. Noch im selben Jahr erhob die Staatsanwaltschaft von Sinaloa Vorwürfe gegen Cuén Ojedas Sohn, Héctor Melesio Cuén Díaz, wegen angeblicher Veruntreuung von Universitätsgeldern – ein Schritt, den einige als Vergeltung für die Enthüllungen seines Vaters deuteten.

Cuén Ojedas Ermordung folgt auf Monate öffentlicher Anschuldigungen und juristischer Schritte gegen hochrangige Funktionäre in Sinaloa. Der Korruptionsfall, der nun mit seinem Tod in Verbindung steht, betrifft Milliarden an fehlgeleiteten öffentlichen Mitteln und bleibt Gegenstand bundesweiter Untersuchungen. Bislang haben die Behörden weder Festnahmen bekannt gegeben noch weitere Schritte in den Ermittlungen eingeleitet.

Lesen Sie auch:

Quelle