Dumanjug führt radikales Handyverbot an Schulen ein – und spaltet die Stadt
Julian HartmannDumanjug führt radikales Handyverbot an Schulen ein – und spaltet die Stadt
Bürgermeister Efren Guntrano „Gungun“ Gica hat in Dumanjug ein vollständiges Handyverbot an öffentlichen Schulen eingeführt. Die Regelung trat am 24. Juni 2026 in Kraft und hat unter den Einwohnern eine kontroverse Debatte ausgelöst – während einige den Schritt begrüßen, äußern andere Bedenken.
Laut der neuen Richtlinie ist es Schülern untersagt, Mobiltelefone mit in die Schule zu bringen. Lehrer dürfen Geräte weiterhin für dienstliche Zwecke nutzen und können bei Bedarf dringende Nachrichten zwischen Eltern und Schülern übermitteln. Die Notdienste der Gemeinde bleiben für den Fall von Vorfällen einsatzbereit.
Bürgermeister Gica erklärte, das Verbot verfolge nicht nur das Ziel, elektronische Geräte aus den Schulen zu verbannen. Vielmehr solle es Disziplin, Charakterstärke und die Rückkehr zu traditionellen Werten fördern. Die Initiative zielt zudem darauf ab, Ablenkungen zu verringern, die Lesegewohnheiten wiederzubeleben und direkte Gespräche unter den Schülern zu stärken.
Dumanjug erhofft sich von der Maßnahme, Schüler hervorzubringen, die durch schulischen Erfolg, Respekt, Ehrlichkeit und starke Disziplin auffallen. Gica legt besonderen Wert darauf, dass die Schüler in den Pausen und Freistunden wieder vermehrt zu Büchern greifen.
Die Reaktionen der Öffentlichkeit auf das Handyverbot fallen gemischt aus. Befürworter argumentieren, es werde Störungen im Unterricht reduzieren und das Verhalten der Schüler verbessern. Kritiker hinterfragen hingegen, wie Notfälle gehandhabt werden sollen und ob sich die Regelung in der Praxis wirksam durchsetzen lässt.
