07 April 2026, 00:07

DRK-Präsident Gröhe warnt vor Kürzungen in der häuslichen Pflege und ihren Folgen

Altes deutsches Regierungsdokument mit einem kreisförmigen schwarzen Randstempel auf vergilbtem Papier, geschrieben in schwarzer Tinte.

DRK-Präsident Gröhe warnt vor Kürzungen in der häuslichen Pflege und ihren Folgen

Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), warnt vor kurzsichtigen Kürzungen im Gesundheitsbereich. Vor anstehenden Reformen betonte er, dass eine Reduzierung der Förderung für die häusliche Pflege mehr Menschen schneller in stationäre Einrichtungen drängen könnte. Seine Äußerungen fallen mit dem Beginn der Prüfung von Vorschlägen sozialer Organisationen durch die Regierungskommission für den Sozialstaat zusammen.

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Gröhe verwies auf die finanzielle Belastung des Sozialsystems und erklärte, dass die Haushalte trotz wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin knapp kalkuliert seien. Er argumentierte, dass aktuelle Einsparungen – etwa bei präventiven Maßnahmen oder der ambulanten Pflege – langfristig zu deutlich höheren Kosten führen könnten. Stattdessen forderte er mehr Effizienz durch Bürokratieabbau und die Nutzung digitaler Lösungen.

Der DRK-Chef wies zudem auf weitere Belastungsfaktoren hin: Eine alternde Bevölkerung, zunehmende Vereinsamung und die Notwendigkeit, Zuwanderer zu integrieren, setzten die Ressourcen unter Druck. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bestehe er darauf, dass Wohlfahrtsverbände eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Reformen spielen müssten. Klassische Parlamentsanhörungen reichten für solch grundlegende Veränderungen nicht aus, so Gröhe.

Er begrüßte, dass die Kommission Forderungen sozialer Wohlfahrtsverbände in ihre Beratungen einbezieht, und wiederholte seinen Appell für einen zielgerichteteren Ansatz, der Prävention in den Vordergrund stellt und überflüssigen Papierkram vermeidet. Seine Organisation werde sich aktiv in die Debatte um die Neuordnung des Gesundheitssystems einbringen, machte Gröhe deutlich.

Das Deutsche Rote Kreuz setzt sich für Reformen ein, die präventive und ambulante Pflege stärken. Gröhes Warnungen gelten den Risiken einer Unterfinanzierung zentraler Leistungen, die später teurere Eingriffe erzwingen könnte. Die Regierungskommission wird diese Bedenken voraussichtlich in ihre Prüfung von Vorschlägen für ein effizienteres Sozialsystem einbeziehen.

Quelle