Drei Kongressabgeordnete innerhalb von zehn Tagen wegen Skandalen zurückgetreten
Sebastian VoigtDrei Kongressabgeordnete innerhalb von zehn Tagen wegen Skandalen zurückgetreten
Drei Kongressabgeordnete in nur zehn Tagen wegen Fehlverdensvorwürfen zurückgetreten
Innerhalb von nur zehn Tagen haben drei Mitglieder des US-Kongresses ihr Amt wegen Vorwürfen zu Fehlverhalten niedergelegt. Die Skandale betreffen sowohl Demokraten als auch Republikaner und erstrecken sich über Legislative und Exekutive. Auch hochrangige Beamte in Regierungsbehörden stehen unter Untersuchung.
Die Welle der Rücktritte begann mit dem Rückzug eines Kabinettsmitglieds nach Ermittlungen zu einer Liebesbeziehung mit einem Angehörigen des Sicherheitspersonals. Fast zeitgleich verließen zwei demokratische und ein republikanischer Abgeordneter ihr Amt im Zuge separater Vorwürfe zu Fehlverhalten.
In einem weiteren Fall setzte das Heimatschutzministerium einen leitenden Antiterror-Beamten vorläufig vom Dienst aus. Ihm wird vorgeworfen, wohlhabende Männer gesucht zu haben, um sich Luxuskäufe finanzieren zu lassen. Unterdessen sieht sich ein vierter Abgeordneter wachsenden Forderungen nach seinem Ausschluss aus dem Kongress ausgesetzt, weigert sich jedoch, zurückzutreten.
Die Affären haben grundlegendere Bedenken hinsichtlich der Aufsichtspflichten offengelegt. Der Ethikausschuss des Repräsentantenhauses räumte ein, dass einige Fälle von Fehlverhalten möglicherweise nie seine Aufmerksamkeit erregen. Der demokratische Abgeordnete Mark DeSaulnier (D-Kalifornien) kritisierte die ethischen Versäumnisse Washingtons und forderte Reformen. Er schlug vor, die Befugnisse des Ethikausschusses zu stärken und dessen Ermittlungen zu beschleunigen.
Das Problem betrifft auch die Exekutive: Der Ehemann einer Ministerin steht unter dem Verdacht, weibliche Mitarbeiterinnen in ihrer Behörde sexuell belästigt zu haben.
Die jüngsten Rücktritte unterstreichen die anhaltenden ethischen Herausforderungen in der Regierung. Abgeordnete und Beamte beider Parteien geraten zunehmend unter Druck, die Lücken in der Rechenschaftspflicht zu schließen. Die Forderungen nach schärferen Kontrollen und schnelleren Untersuchungen werden in den kommenden Wochen voraussichtlich lauter werden.






