Don Davis' widersprüchliche Einwanderungspolitik spaltet Wähler in North Carolina
Sebastian VoigtDon Davis' widersprüchliche Einwanderungspolitik spaltet Wähler in North Carolina
Der demokratische US-Abgeordnete Don Davis kandidiert im Nordosten von North Carolina für eine dritte Amtszeit. Mit dem nahenden Wahltag 2024 ist Einwanderung zu einem zentralen Thema für die Wähler im Bundesstaat geworden. Für 15 Prozent der Bürger North Carolinas hat das Thema Priorität – ein bedeutender Faktor im Wahlkampf.
Davis’ Haltung zur Einwanderungspolitik ist zwiespältig. In der Vergangenheit stimmte er sowohl für als auch gegen Maßnahmen zur Grenzsicherung. Im vergangenen Sommer lehnte er ein Gesetz ab, das Mittel für Grenzsicherung und Migration vorsah. Kürzlich stimmte er gegen den Secure America Act mit einem Volumen von 70 Milliarden US-Dollar, der die Finanzierung der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE sowie der US-Grenzschutzbehörde CBP vorgesehen hätte.
Trotz dieser uneinheitlichen Positionierung schneidet Davis in Umfragen zur Einwanderungsfrage regelmäßig unter den Top drei ab. Weniger als zwei Wochen vor der Wahl sprach er sich für eine „umfassende Migrationsreform“ und strengere Grenzpolitik aus. In seinem Wahlkampfprogramm finden sich jedoch weder Migration noch Grenzsicherung als Schwerpunkte.
Seine republikanische Herausforderin, Laurie Buckhout, hat die Grenzsicherung zum zweiten zentralen Thema ihres Wahlkampfs gemacht. Sie will den Kontrast zwischen ihren Prioritäten und Davis’ Bilanz betonen – etwa seine Ablehnung von 305 Milliarden US-Dollar für die Grenzsicherung.
Kurz vor der Wahl steht Davis’ Haltung zur Einwanderungspolitik zunehmend in der Kritik. Seine Stimmen gegen wichtige Gesetze zur Grenzsicherung könnten Wähler beeinflussen, denen das Thema besonders am Herzen liegt. Der Wahlkampf wird zeigen, wie seine widersprüchliche Bilanz und jüngsten Zusagen bei den Bürgern North Carolinas ankommen.






