Deutschlands Inflation zeigt im Juni 2023 gegensätzliche Entwicklungen bei Preisen
Sebastian VoigtDeutschlands Inflation zeigt im Juni 2023 gegensätzliche Entwicklungen bei Preisen
Inflation in Deutschland zeigte im Juni 2023 gemischte Trends
Die Inflationsrate in Deutschland entwickelte sich im Juni 2023 uneinheitlich: Die Verbraucherpreise sanken im Vergleich zum Vormonat leicht, während die Kosten für Energie und Dienstleistungen weiter stiegen. Auch die Jahresinflation ging in diesem Zeitraum zurück.
Die Verbraucherpreise in Deutschland fielen im Juni 2023 um 0,3 Prozent gegenüber Mai – der sechste Monat in Folge mit rückläufigen Preisen. Dennoch stiegen die Lebensmittelpreise im selben Zeitraum um 0,4 Prozent.
Die Energiepreise erhöhten sich im Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Dieser Anstieg stand im Zusammenhang mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Auch die Dienstleistungskosten zogen an und legten im Jahresvergleich um 3,1 Prozent zu.
Das jährliche Wachstum der Verbraucherpreise verlangsamte sich im Juni 2023 auf 2,3 Prozent – nach 2,6 Prozent im Mai. Die Kerninflationsrate, die volatile Posten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, blieb hingegen bei 2,5 Prozent.
Die Daten deuten auf eine abkühlende Tendenz bei der Gesamtinflation hin. Energie und Dienstleistungen trieben die Preise weiterhin nach oben, während die Lebensmittelkosten moderat stiegen. Die stabile Kernrate lässt darauf schließen, dass die grundlegenden Preisdruckfaktoren weiterhin konstant bleiben.
