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Raketen werden mit einer weißen Tafel am Boden gezeigt, auf der ein roter und grauer Plakat mit Text auf der linken Seite und ein weißes Dach oben zu sehen ist.

Deutschland unter Druck: Soll die Ukraine Taurus-Raketen erhalten?

Der Druck auf Deutschland wächst, Ukraine mit Marslenkwaffen vom Typ Taurus zu beliefern, während führende Politiker eine stärkere militärische Unterstützung fordern. Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundestagsvizpräsident Omid Nouripour und der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter haben sich einheitlich für entschlossenes Handeln ausgesprochen, um Kiew im Widerstand gegen die russische Aggression zu unterstützen. Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Warnungen, dass Verzögerungen bei der Lieferung moderner Waffen ukrainische Menschenleben kosten.

Kanzler Merz kündigte 2025 an, Deutschland solle Taurus-Raketen an die Ukraine liefern. Er argumentierte, dass diese langstreckigen Waffen Kiews Abschreckungsfähigkeit stärken und helfen würden, russische Angriffe abzuwehren. Seine Position deckt sich mit der Nouripours, der wiederholt betont hat, dass die Zurückhaltung bei der Lieferung dieser Raketen tödliche Folgen für die ukrainischen Streitkräfte habe.

Kiesewetter, Verteidigungsexperte der CDU, unterstrich die Forderung nach Taurus-Lieferungen. Zudem schlug er vor, dass NATO-Partner die Luftverteidigung im Westen der Ukraine übernehmen sollten, um die belasteten Ressourcen Kiews zu entlasten. Über die militärische Hilfe hinaus forderte er Europa auf, ein klares strategisches Ziel zu setzen: die Wiederherstellung der ukrainischen Grenzen von 1991 als unverhandelbare Bedingung für den Frieden.

Der CDU-Experte warnte zudem davor, die Ukraine in einen erzwungenen Vergleich oder eine Kapitulation zu drängen. Stattdessen bestehe er darauf, dass Europa seinen Bürgern die Tragweite des Krieges besser vermitteln müsse. Zudem forderte er strengere Maßnahmen gegen russische Kriegsverbrechen, darunter eine bessere Dokumentation und Verfolgung von Verstößen.

Neben den Raketenlieferungen rief Kiesewetter die europäischen Staaten dazu auf, Russlands "Schattenflotte" in der Ostsee zu überprüfen. Dies sei Teil einer umfassenderen Strategie, Moskaus Fähigkeit zur Aufrechterhaltung des Krieges zu schwächen. Seine Haltung spiegelt einen breiteren Konsens unter deutschen Abgeordneten wider, der darauf abzielt, den ukrainischen Sieg zum zentralen Ziel der europäischen Politik zu machen.

Die Forderungen nach Taurus-Lieferungen markieren einen Wandel in Deutschlands Haltung zur Verteidigung der Ukraine. Da Politiker aus mehreren Parteien die Initiative unterstützen, dreht sich die Debatte nun um Zeitplan und Umsetzung. Sollte die Lieferung genehmigt werden, könnten diese Waffen Ukraines Fähigkeit deutlich verbessern, tief in russische Linien einzudringen und die Verluste an der Front zu verringern.