Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thallium-Gift ermordet haben
Charlotte RichterDeggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thallium-Gift ermordet haben
Giftmordprozess: 53-Jährige aus Deggendorf soll Partner mit Thallium vergiftet haben
Nächsten Dienstag muss sich eine 53-jährige Frau aus Deggendorf vor Gericht verantworten, der vorgeworfen wird, ihren Lebensgefährten mit einem tödlichen Gift getötet zu haben. Der 62-Jährige starb im Januar 2025 an multiplem Organversagen, wie die Staatsanwaltschaft darlegt. Den Ermittlungen zufolge soll die Angeklagte Thalliumsulfat in sein Essen oder Getränk gemischt haben. Als Motiv vermuten die Behörden eine Affäre des Mannes im Vorjahr.
Die Beschuldigte, eine ukrainische Staatsbürgerin, soll das Gift bereits im November 2024 über ein in der Ukraine ansässiges Unternehmen im Internet bestellt haben. Zwei Monate später erkrankte ihr Partner schwer und erlag schließlich den Folgen der Vergiftung.
Der Prozess vor dem Landgericht Deggendorf ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt. 48 Zeugen sowie fünf Sachverständige sollen aussagen. Ein Urteil könnte bereits im Mai fallen. Die Tochter des Opfers hat sich dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen.
Das ukrainische Unternehmen, bei dem das Thalliumsulfat erworben worden sein soll, hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Kauf oder dem laufenden Verfahren geäußert.
Der Frau wird Mord zur Last gelegt – die Staatsanwaltschaft geht von einer vorsätzlichen Tat aus. Das Gericht wird nun prüfen, ob die Giftbestellung mit dem Tod des Mannes in Verbindung steht. Der Ausgang des Prozesses wird entscheiden, ob die Angeklagte schuldig gesprochen wird.






