27 June 2026, 12:01

"Debritz" am Badischen Staatstheater: Eine düstere Allegorie auf Ostdeutschlands Zukunft

Die große Versalzung

"Debritz" am Badischen Staatstheater: Eine düstere Allegorie auf Ostdeutschlands Zukunft

„Debritz“ feiert Premiere am Badischen Staatstheater Karlsruhe

Am Badischen Staatstheater Karlsruhe hat das Stück Debritz von Kaleb Erdmann Premiere gefeiert. Die Inszenierung entwirft ein fiktives Dorf als düstere Allegorie auf die Krisenregionen Ostdeutschlands. Mit mutiger Regie und einer eindrucksvollen Bühnenbildgestaltung, die die Folgen des Klimawandels widerspiegelt, setzt das Stück starke Akzente.

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Im Mittelpunkt steht das Dorf Debritz, dargestellt als eintönige braune Landschaft mit kristallinen Wucherungen. Nur zwei Figuren sind voll ausgearbeitet: Peggy, gespielt von Rebecca Seidel, und Maik, verkörpert von Jannik Süsselbeck. Peggys Versuch, über Online-Dating dem trostlosen Alltag zu entfliehen, bietet einen kurzen Moment der Ablenkung.

Antonia Mohr verleiht der Figur Barbarossa mit ihrer Darstellung viel von dem Humor, der das Stück durchzieht. Das Drehbuch jedoch bleibt trotz seines grotesken und selbstverliebten Stils sowohl emotional als auch intellektuell hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Regie setzt auf experimentelle Ansätze und verbindet komische mit popkulturellen Ästhetiken.

Den Höhepunkt bildet die Zerstörung des Dorfes Debritz durch Peggy und Maik. Dieser Akt mündet in eine drastische Warnung vor den zukünftigen Folgen des Klimawandels und kommenden Ressourcenkriegen.

Die Premiere bereichert die Spielzeit des Theaters um eine bemerkenswerte Produktion. Das lebendige Bühnenbild und die kraftvolle Erzählweise hinterlassen einen starken Eindruck. Die abschließende Botschaft unterstreicht die drängenden Gefahren durch den ökologischen Kollaps und die Konflikte um Rohstoffe.

Quelle