Chicagos Polizeichef Earl Mayo wegen Waffenhandel und Amtsmissbrauch angeklagt
Sebastian VoigtChicagos Polizeichef Earl Mayo wegen Waffenhandel und Amtsmissbrauch angeklagt
Neuer Polizeichef von Chicago, Earl Mayo, wegen mehrfacher Straftaten angeklagt
Der Polizeichef von Chicago, Earl Mayo, muss sich wegen mehrerer Vorwürfe verantworten, nachdem er angeblich eine Waffe verkauft haben soll, die mit einem laufenden Ermittlungsverfahren in Verbindung stand. Die Pistole vom Typ Taurus G3 konnte später während der Vorbereitungen zu einem Strafprozess bis zu ihm zurückverfolgt werden. Ermittlern zufolge bat der Chef zudem einen Beamten, Schusswaffen aus seinem Haus zu bergen, bevor diese beschlagnahmt werden konnten.
Der Fall nahm seinen Anfang, als eine Rückverfolgungsanfrage für die Waffe die Taurus G3 mit Mayo in Verbindung brachte. Er hatte sie an ein Pfandhaus in Hobart, Indiana, verkauft, obwohl sie noch als Beweisstück sichergestellt war. Laut dem Geschäftsführer hatte Mayo demselben Laden zuvor mindestens zwölf weitere Waffen verkauft.
Mayo war der festnehmende Beamte im ursprünglichen Fall, der die Waffe betraf. Nach deren Auffinden soll er einen anderen Polizisten angewiesen haben, sie aus dem Pfandhaus zurückzukaufen. Zudem bat er den Beamten, Schalldämpfer und weitere Schusswaffen aus einem Tresor in seiner Wohnung zu holen.
Eine weitere Beschuldigte im Fall, Taneka Borders, sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, weil sie Mayo angeblich beim Erwerb einer Waffe unterstützt haben soll. Als Ermittler sie kontaktierten, soll sie versucht haben, mehrere Glasampullen zu zerstören. Mayo selbst wurde am Sonntag in ein Gefängnis in Ohio eingeliefert.
Die Anklagepunkte gegen Mayo umfassen Diebstahl, Amtsmissbrauch, versuchten Justizbehinderung und unerlaubten Besitz eines anabolen Steroids.
Die Ermittlungen haben schwere Vorwürfe gegen den Polizeichef zutage gefördert, darunter Beweismanipulation und illegaler Waffenhandel. Sowohl Mayo als auch Borders müssen sich nun vor Gericht verantworten; der Prozess wird in den kommenden Wochen weiterverfolgt. Das Ergebnis könnte sich auf laufende Verfahren auswirken, die mit der beschlagnahmten Waffe in Verbindung stehen.






