20 June 2026, 10:01

Chialo schweigt im Untersuchungsausschuss – jetzt droht ihm ein Bußgeld wegen Antisemitismus-Förderung

Ex-Senator Chialo Droht Strafe

Chialo schweigt im Untersuchungsausschuss – jetzt droht ihm ein Bußgeld wegen Antisemitismus-Förderung

Der CDU-Politiker Joe Chialo hat sich vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit der Förderung von Antisemitismus-Projekten verantworten müssen. Er erschien mit zwei Anwälten vor dem Gremium, verweigerte jedoch die Aussage. Im Mittelpunkt der Sitzung stand seine Rolle bei der Genehmigung umstrittenener Projektauswahlen.

Chialo war im Mai 2025 als Kultursenator zurückgetreten und hatte Budgetkürzungen als Grund für seinen Rückzug angeführt. Seine Nachfolgerin, Sarah Wedl-Wilson, unterzeichnete später die umstrittenen Förderbewilligungen für Antisemitismus-Initiativen, bevor auch sie im April 2026 von ihrem Amt zurücktrat.

Während der Anhörung berief sich Chialo auf sein Schweigerecht. Der Ausschuss leitete daraufhin ein Verfahren wegen Missachtung ein und droht ihm ein Bußgeld an. Die genaue Höhe des möglichen Strafgelds steht jedoch noch nicht fest.

Manuela Schmidt, die Ausschussvorsitzende von der Linken, verwies auf unterschiedliche rechtliche Bewertungen von Chialos Aussageverweigerung. Abgeordnete der Linken und der Grünen machen ihn zudem mitverantwortlich für die Auswahl von Projekten mit rechtswidriger Finanzierung.

Der Ausschuss wird am 1. Juli erneut zusammentreten, um über das Bußgeld abzustimmen. Die Ermittlungen folgen monatelangen Untersuchungen zur Vergabe von Fördergeldern im Kampf gegen Antisemitismus. Chialos Weigerung, auszusagen, befeuert die anhaltende politische und juristische Debatte.

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