Chemnitzer Museum gibt NS-geraubte Kunst an Erben jüdischen Mäzens zurück

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Ein Museumsplaque mit Text und Skulpturen darauf.

Rückgabe von Kunstwerken - Museum ehrt jüdischen Mäzen - Chemnitzer Museum gibt NS-geraubte Kunst an Erben jüdischen Mäzens zurück

Kunstwerke zurückgegeben – Museum ehrt jüdischen Mäzen in Chemnitz

Kunstwerke zurückgegeben – Museum ehrt jüdischen Mäzen in Chemnitz

  1. Dezember 2025, 14:23 Uhr

Die Kunstsammlungen Chemnitz haben drei Kunstwerke an die Erben des jüdischen Bankiers Carl Heumann zurückgegeben. Die Werke waren während der NS-Herrschaft beschlagnahmt und später vom Museum erworben worden. Verantwortliche bezeichneten den Schritt als Beitrag zur historischen Aufarbeitung.

Zu den restituierten Werken zählen zwei Aquarelle und eine Rötelzeichnung, geschaffen von Asmus Jacob Carstens, Viktor Paul Mohn und Ernst Ferdinand Oehme. Ursprünglich gehörten sie zu Heumanns Sammlung grafischer Kunst, die er zwischen 1886 und 1945 aufgebaut hatte.

Die Kunstwerke waren 1938 unter dem Druck der NS-Verfolgung versteigert worden, bevor sie in den Museumsbestand gelangten. Heumann, Nachkomme einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Köln, hatte sich 1908 in Chemnitz niedergelassen. Seine Tätigkeit als Förderer und Sammler wurde durch die Politik des Regimes jäh beendet.

Museumsvertreter betonten ihr Bekenntnis zu Transparenz und ethischer Verantwortung. Mit der Rückgabe solle Heumanns kulturelles Erbe gewürdigt werden. Die Namen der drei Erben, die die Werke erhielten, bleiben vertraulich.

Die Restitution markiert das Ende eines langen Prozesses für die Kunstsammlungen Chemnitz. Die drei Werke scheiden damit aus dem Museumsbestand aus und kehren in den Besitz der Familie des ursprünglichen Eigentümers, Carl Heumann, zurück.