Chaos im Maharashtra-Parlament nach mutmaßlichem TET-Prüfungsleak und Forderungen nach CBI-Ermittlungen
Finn WolfChaos im Maharashtra-Parlament nach mutmaßlichem TET-Prüfungsleak und Forderungen nach CBI-Ermittlungen
Im Bundesstaat Maharashtra kam es zu tumultartigen Szenen im Parlament, nachdem Abgeordnete der Opposition gegen den angeblichen Testbogen-Leak beim Lehrer-Eignungstest (TET) protestierten. Die Forderungen nach einer Untersuchung durch das Zentralbüro für Ermittlungen (CBI) sowie den Rücktritt des Bildungsministers Dada Bhuse führten zu Demonstrationen und blockierten die Sitzungen in beiden Kammern.
Auslöser der Kontroverse war die Entdeckung eines Teils der TET-2026-Prüfungsfragen durch die Polizei in Thane. Drei Verdächtige wurden in Zusammenhang mit dem Fall festgenommen, woraufhin die Behörden die Prüfung verschoben. Ministerpräsident Devendra Fadnavis reagierte mit der Anordnung eines Sonderermittlungsteams (SIT), das den Vorfall aufklären soll.
Im Legislativrat bestätigte Bildungsminister Bhuse die Einsetzung des SIT. Gleichzeitig verschärften Oppositionsabgeordnete ihre Forderungen und protestierten vor dem Vidhan Bhavan, dem Parlamentsgebäude. Sie bestanden auf eine CBI-Untersuchung, den Rücktritt des Ministers und eine umfassende Debatte über Unregelmäßigkeiten bei Prüfungen.
Der Kongressparteipolitiker Vijay Wadettiwar forderte eine Unterbrechung der Parlamentsarbeit, um die Angelegenheit zu behandeln, und drängte auf lückenlose Aufklärung des Leaks. Sein Parteikollege Nana Patole ging noch weiter und behauptete, es gebe Verbindungen zwischen den Verantwortlichen für die TET- und NEET-Papierleaks und der regierenden BJP.
Da sie mit der mangelnden Bereitschaft der Regierung zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung unzufrieden waren, verließen die Oppositionsabgeordneten schließlich demonstrativ den Saal. Sie warfen der Regierung vor, eine sachliche Debatte zu umgehen.
Die TET-2026-Prüfung bleibt vorerst ausgesetzt, während das SIT mit den Ermittlungen beginnt. Die Parlamentsarbeit kam ins Stocken, und die Opposition hält an ihren Forderungen nach politischer Verantwortung fest. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Sicherheit von Prüfungen und möglichen politischen Verstrickungen auf.
