29 June 2026, 16:34

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostitutions-Kommission als "einseitig und realitätsfremd"

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostitutions-Kommission als "einseitig und realitätsfremd"

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat scharfe Kritik an einer Kommission geübt, die von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzt wurde. Die Expertenrunde prüft mögliche Reformen des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes. Krings, der zugleich frauenpolitischer Sprecher der CDU ist, wirft der Kommission vor, sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihren Erkenntnissen schwerwiegende Mängel aufzuweisen.

Von Anfang an zeigte sich die CDU/CSU-Fraktion enttäuscht über die Bildung der Kommission. Krings bezeichnete ihre Besetzung als die „einseitigste“, die er während der Regierungszeit seiner Partei erlebt habe. Seiner Ansicht nach vermittle sie ein verzerrtes Bild der Prostitution in Deutschland.

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Laut Krings stützt sich die Kommission maßgeblich auf ein Gutachten eines kriminologischen Instituts – dessen Leiter zugleich den Vorsitz der Expertenrunde innehat. Dies werfe, so Krings, berechtigte Fragen nach der Neutralität der Arbeit auf.

Besonders kritisch hinterfragt er die im Bericht genannte Behauptung, 25 Prozent der gemeldeten Sexarbeiter:innen verfügten über einen Hochschulabschluss und 80 Prozent seien krankenversichert. Diese Zahlen spiegelten seiner Meinung nach nur einen kleinen, privilegierten Ausschnitt der Branche wider. Krings schätzt, dass nicht mehr als zehn Prozent der Sexarbeiter:innen offiziell registriert seien.

Darüber hinaus weist er darauf hin, dass in Deutschland lediglich 50 Sexarbeiter:innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien. Dies widerlege, so Krings, das von der Kommission gezeichnete Bild des Sektors. Zudem warf er dem Kommissionsvorsitzenden vor, fragwürdige Forschung zu betreiben und deren Ergebnisse nun zu verteidigen.

Die Arbeit der Kommission bleibt umstritten. Sowohl ihre Ergebnisse als auch ihre Struktur stoßen auf massive Kritik aus den Reihen der Opposition. Krings besteht darauf, dass die Expertenrunde die tatsächliche Bandbreite und Vielfalt der Sexarbeit in Deutschland nicht angemessen abbildet.

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