Bundesregierung zahlt Millionen wegen Berechnungsfehlers an Auslandsbeamte zu viel
Charlotte RichterBundesregierung zahlt Millionen wegen Berechnungsfehlers an Auslandsbeamte zu viel
Die deutsche Bundesregierung hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu hohe Auslandszulagen an Beamte gezahlt, die im Ausland tätig sind. Der Fehler führte zu einem geschätzten finanziellen Verlust von rund fünf Millionen Euro. Betroffen waren etwa ein Drittel der Auslandsvertretungen, darunter auch Standorte in Litauen.
Verantwortlich für die falschen Berechnungen war ein privates Unternehmen, das mit der Ermittlung der Zulagen beauftragt war. Sämtliche Lebenshaltungskostenwerte wurden fälschlicherweise als positive Beträge erfasst. Dadurch kam es zu einer überhöhten Einstufung der Zonenstufen an 71 der 220 Auslandsstandorte.
Normalerweise fließen in die Bewertung sowohl Preisdifferenzen für Waren und Dienstleistungen als auch nicht materielle Faktoren ein. Die Zulagen sollen Beamten die höheren Lebenshaltungskosten im Ausland ausgleichen. Der Fehler wurde inzwischen bei der jüngsten Anpassung der Zonenstufen korrigiert.
Das Auswärtige Amt prüft nun, ob es Schadensersatzansprüche gegen das für die Fehlberechnung verantwortliche Unternehmen geltend machen wird. Die Korrektur stellt sicher, dass künftige Zahlungen die tatsächlichen Zonenstufen widerspiegeln. Die Überzahlungen haben bereits zu einem erheblichen Haushaltsdefizit geführt.






