Bundesregierung legt umstrittene Lohnangebote für 120.000 Beamte vor
Die Bundesregierung hat neue Lohnvorschläge für über 120.000 Beamte und öffentliche Angestellte vorgelegt. Die Angebote sehen eine jährliche Erhöhung von weniger als einem Prozent für Beschäftigte in Verwaltungs-, Betriebs- und technischen Bereichen vor. Die zuständige Gewerkschaft bezeichnet die Bedingungen als inakzeptabel.
Die Public Service Alliance of Canada (PSAC) hatte bereits im Dezember jährliche Lohnerhöhungen von 4,75 Prozent gefordert. Die aktuellen Regierungsvorschläge liegen jedoch deutlich unter dieser Marke. Gewerkschaftsvertreter argumentieren, dass die Angebote angesichts der Inflation de facto einer Lohnkürzung gleichkommen.
2023 hatten Mitglieder derselben Tarifgruppen nach Streiks eine Lohnerhöhung von 12,6 Prozent über drei Jahre durchgesetzt. Die Gewerkschaft sieht in den neuen Vorschlägen nun ein Zeichen dafür, wie gering die Regierung ihre Beschäftigten schätzt.
Das kanadische Schatzamt (Treasury Board of Canada Secretariat) hat bisher nicht auf Anfragen zu einer Stellungnahme reagiert.
Die jüngsten Lohnangebote der Regierung bleiben deutlich hinter den Gewerkschaftsforderungen zurück. Sollten sie angenommen werden, würden sie einen deutlichen Bruch zum vorherigen Tarifabschluss darstellen. Die Entscheidung wird Tausende Bundesangestellte im ganzen Land betreffen.






