04 May 2026, 23:01

Grüne Kandidatin fordert Sklaverei-Reparationen – trotz Familienvergangenheit im Sklavenhandel

Titelblatt eines offenen Buches mit dem Titel 'Ausländische Mächte, Parteien der Konventionen zwischen Großbritannien und Frankreich, die sich auf den Sklavenhandel beziehen', enthält wahrscheinlich Korrespondenz zwischen den Parteien, die in den Sklavenhandelabkommen beteiligt sind.

Grüne Kandidatin fordert Sklaverei-Reparationen – trotz Familienvergangenheit im Sklavenhandel

Antoinette Fernandez, Kandidatin der Grünen für den Stadtrat in Hackney, fordert Reparationen für die Sklaverei – trotz der historischen Verstrickung ihrer eigenen Familie in den Sklavenhandel. Kritiker werfen ihr nun wegen dieser Forderung Heuchelei vor.

Fernandez tritt bei den bevorstehenden Kommunalwahlen im Stadtteil Lea Bridge in Ostlondon an. Zuvor kandidierte sie 2024 bei den Unterhauswahlen für die Grünen und bewirbt sich 2025 um den Posten der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Derzeit fungiert sie als „Beauftragte für Reparationen“ in der parteiinternen Gruppe Global Majority Greens.

Ihre familiären Wurzeln stehen dabei zunehmend in der Kritik. Über ihre Mutter stammt Fernandez von den Lagos Obas ab, einer nigerianischen Königsfamilie, die am Sklavenhandel beteiligt war. Einer ihrer Vorfahren besaß 1.400 versklavte Menschen. Ihr Vater, Antonio Deinde Fernandez, war ein Milliardär der Ölindustrie mit einem Vermögen von 8,7 Milliarden US-Dollar.

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Erst kürzlich unterstützten die Vereinten Nationen einen Vorschlag, nach dem ehemalige Kolonialmächte Reparationen in Höhe von bis zu 18 Billionen Pfund zahlen sollen. Die Konservativen und die Partei Reform UK kritisieren Fernandez jedoch scharf: Sie fordere Entschädigungen, ohne die eigene Familiengeschichte zu thematisieren.

Trotz der Kontroverse setzt sich Fernandez weiterhin für Reparationen ein. Der Fall zeigt die Spannung zwischen ihrem politischen Engagement und der Vergangenheit ihrer Familie. Das Thema bleibt ein Streitpunkt im Vorfeld der Kommunalwahlen.

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