10 June 2026, 02:26

Bundesermittlungen gegen Schulbezirk in Colorado wegen Rassismusvorwürfen

Colorado-Schule von Bildungsministerium untersucht nach Vorwürfen rassistischer Diskriminierung

Bundesermittlungen gegen Schulbezirk in Colorado wegen Rassismusvorwürfen

Schulbezirk in Colorado steht wegen Rassismusvorwürfen unter Bundesermittlung

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Der Cherry Creek School District im US-Bundesstaat Colorado sieht sich mit einer Untersuchung der Bundesbehörden konfrontiert, nachdem Vorwürfe rassistischer Diskriminierung erhoben wurden. Das Büro für Bürgerrechte des US-Bildungsministeriums prüft nun, ob der Schulbezirk mit seinen Richtlinien und Fortbildungsprogrammen gegen Bürgerrechtsgesetze verstoßen hat. Eltern und Interessensverbände kritisieren seit Längerem, wie das Thema Rasse im Unterricht und in der Lehrerfortbildung behandelt wird.

Auslöser für die Ermittlungen sind Beschwerden, wonach die Praktiken des Bezirks Schüler und Eltern mit Migrationshintergrund oder nicht-weißer Hautfarbe unrechtmäßig bevorzugen. Besonders in der Kritik steht die Initiative „Voices of Color“, der vorgeworfen wird, bestimmte Gruppen zu privilegieren. Einem Bericht zufolge wurde einem Schüler in einer Schulaufgabe das Etikett „anti-rassistischer Separationist“ zugeordnet – eine Bewertung, die bei dem Betroffenen Verwirrung und Bestürzung auslöste.

Das Fortbildungsprogramm des Bezirks mit dem Titel „Transformational Equity Experience“ vermittelt unter anderem die These, die USA seien auf der Grundlage von „weißer Vorherrschaft“ gegründet worden. Zudem werden Menschen nach Hautfarbe kategorisiert, was Kritiker als spaltend anprangern. Lori Gimelshtyn, Leiterin des Colorado Parent Advocacy Network, wendet sich gegen die Schwerpunktsetzung des Bezirks und fordert stattdessen mehr Gewicht auf Kernfächern wie Lesen und Mathematik.

Aktuelle Testergebnisse zeigen, dass nur 48,2 Prozent der Schüler die Erwartungen in Englisch erfüllten oder übertrafen, während 49 Prozent der Oberstufenschüler in Mathematik ausreichende Leistungen erbrachten. Trotz dieser Zahlen plädieren Eltern wie Michael Hancock dafür, dass der Bezirk seine Prioritäten neu ausrichten und eine Bildung fördern solle, die Einheit und Gleichberechtigung stärkt.

Das Büro für Bürgerrechte wird nun prüfen, ob der Schulbezirk gegen Title VI des Civil Rights Act von 1964 verstoßen hat, der Diskriminierung aufgrund von Rasse in Programmen mit Bundesförderung verbietet. Der Bezirk hat sich bisher weder zu den Vorwürfen noch zur laufenden Untersuchung geäußert.

Die Bundesermittlungen sollen klären, ob die Richtlinien und Fortbildungsprogramme von Cherry Creek gegen Antidiskriminierungsgesetze verstoßen. Das Ergebnis könnte weitreichende Folgen für den Umgang mit dem Thema Rasse in den Schulen des Bezirks haben. Unterdessen fordern Eltern und Aktivisten weiterhin eine Neuausrichtung der Prioritäten – weg von ideologischen Debatten, hin zu einer Bildung, die alle Schüler gleichermaßen fördert.

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