04 May 2026, 04:02

Bremen baut riesigen Batteriespeicher auf altem Kohlekraftwerksgelände

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bremen baut riesigen Batteriespeicher auf altem Kohlekraftwerksgelände

Großes Batteriespeicherprojekt entsteht im Bremer Industriehafen

Im Bremer Industriehafen entsteht ein großes Batteriespeicherkraftwerk. Das Vorhaben, das von swb Erzeugung und be.storaged geleitet wird, verwandelt das Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks in einen modernen Energieknotenpunkt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant – ein wichtiger Schritt in der Abkehr der Region von fossilen Brennstoffen.

Die Anlage wird einen Teil des bestehenden Kraftwerksstandorts von swb nutzen und damit Fläche umwidmen, die einst für Kohleblöcke genutzt wurde. Der Standort bietet einen entscheidenden Vorteil: Dank der leistungsstarken Netzanbindung des früheren Kraftwerks lässt sich die neue Anlage optimal in das Stromnetz integrieren. Bestehende elektrische Systeme werden wiederverwendet, um einen reibungslosen Anschluss zu gewährleisten.

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Sobald der Speicher in Betrieb geht, wird er eine Kapazität von über 170 Megawattstunden (MWh) bieten. Die installierte Leistung beträgt etwa 85 Megawatt (MW). Zudem wird die Anlage an die zentrale Leitwarte des Kraftwerks angebunden, was eine effiziente Überwachung und Steuerung ermöglicht.

Die Investitionssumme für das Projekt liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Durch die Wiederverwendung der Infrastruktur des alten Kohlekraftwerks wollen die Betreiber Kosten sparen und die Bauzeit verkürzen. Das Vorhaben zeigt beispielhaft, wie Industrieflächen vom fossilen Zeitalter in nachhaltige Energielösungen überführt werden können.

Die neue Anlage wird eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des regionalen Stromnetzes spielen. Dank ihrer hohen Kapazität und der strategischen Lage unterstützt sie die Bremer Ziele im Bereich erneuerbarer Energien. Mit der für Anfang 2028 geplanten Inbetriebnahme unterstreicht das Projekt das Engagement der Region für eine nachhaltige Energieinfrastruktur.

Quelle