Braunschweig überarbeitet Windenergieplan nach Bürgerfeedback und passt 56 Zonen an
Julian HartmannBraunschweig überarbeitet Windenergieplan nach Bürgerfeedback und passt 56 Zonen an
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Windenergieplan nach der Auswertung der öffentlichen Rückmeldungen überarbeitet. Eine neue Phase der räumlichen Planung für Windkraft ist in der Region nun angelaufen. Die Änderungen sollen die gesetzlichen Vorgaben Niedersachsens für den Ausbau der Windenergie an Land erfüllen.
Niedersachsen hat für die Region eine verbindliche Vorgabe festgelegt: Bis 2027 müssen 2,46 % der Fläche für Windenergie ausgewiesen werden – das entspricht etwa 12.500 Hektar. Die aktuellen Vorranggebiete decken bereits rund 2,9 % der Gesamtfläche der Region ab und übertreffen damit das ursprüngliche Ziel.
Der Verband passte seinen Entwurf auf Grundlage von Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen an. Eine große Zone zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen wurde aus dem Plan gestrichen. Gleichzeitig wurde ein neues Gebiet südlich von Kirchberg bei Seesen in die Liste aufgenommen.
Insgesamt wurden 56 der ursprünglich vorgeschlagenen Zonen angepasst. Acht Flächen entfielen komplett, eine neue wurde hinzugefügt. Zudem können Kommunen über eine Opt-in-Klausel zusätzliches Gelände bereitstellen, um das Ziel für 2032 zu erreichen.
Der überarbeitete Plan berücksichtigt sowohl öffentliche Bedenken als auch rechtliche Verpflichtungen. Die Region muss nun ihre Anstrengungen beschleunigen, um die verbindliche Ausweitung der Windenergie zu gewährleisten. Weitere Anpassungen sind möglich, sobald die Kommunen ihre Beiträge überprüft haben.






