25 March 2026, 02:03

Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler nach historischen Verlusten

Alte Karte aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen Deutschlands zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler nach historischen Verlusten

Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat ehemalige Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) aufgerufen, über einen Wechsel ihrer politischen Unterstützung nachzudenken. Dieser Appell erfolgt, nachdem die FDP in diesem Jahr in zwei wichtigen Landesparlamenten ihre Mandate verloren hat. Brantner betonte, dass die liberale Demokratie in Deutschland jetzt stärkerer Verteidiger bedürfe als je zuvor.

Der Austritt der FDP aus den Landesparlamenten im März 2026 löste erhebliche politische Verschiebungen aus. In Rheinland-Pfalz fiel die Partei auf nur noch 2,1 Prozent der Stimmen und beendete damit ihre Rolle in der dreier Koalition. In Baden-Württemberg – einem traditionellen FDP-Stammland seit dem Zweiten Weltkrieg – erreichte sie lediglich 4,4 Prozent und verfehlte damit erstmals seit Jahrzehnten den Wiedereinzug in den Landtag. Beide Bundesländer werden nun von einem Vierparteiensystem geprägt, in dem CDU, Grüne, SPD und AfD die neue politische Landschaft gestalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Brantner verwies darauf, dass der Liberalismus in der deutschen Landespolitik an Einfluss verloren habe. Sie erinnerte daran, dass bereits der ehemalige Grünen-Chef Cem Özdemir ähnliche Angebote an ehemalige FDP-Anhänger gerichtet habe. Nun erneuere sie diesen Aufruf mit dem Argument, dass die aktuelle politische Lage ein erneuertes Bekenntnis zu liberaldemokratischen Werten erfordere.

Das Ausscheiden der FDP aus Stuttgart und Mainz hat die Koalitionsdynamik in beiden Ländern grundlegend verändert. Brantners Werben um FDP-Wähler signalisiert einen strategischen Vorstoß der Grünen, um die durch den Niedergang der Partei entstandene Lücke zu füllen. Der Schritt spiegelt auch die wachsenden Sorgen um die Stabilität der liberalen Repräsentation in der deutschen Politik wider.

Quelle