Bonner Beethovenhalle feiert triumphale Rückkehr nach neun Jahren Bauchaos

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Drei Frauen auf der Bühne mit Geigen spielend, während eine Gruppe sitzender Frauen im Vordergrund zuhört; eine Uhr hängt an der weißen Wand im Hintergrund, mit einem Vorhang in der linken Ecke.

Bonner Beethovenhalle feiert triumphale Rückkehr nach neun Jahren Bauchaos

Habemus Beethovenhalle!

Nach neun Jahren Bauzeit, unzähligen Problemen und vielen Rückschlägen ist die Bonner Beethovenhalle wiedereröffnet – mit dem Beethoven Orchester und Dirk Kaftan.

  1. Dezember 2025, 22:16 Uhr

Die frisch sanierte Bonner Beethovenhalle hat nach neun Jahren Bauzeit und wiederholten Verzögerungen endlich wieder ihre Pforten geöffnet. Die feierliche Wiedereröffnung wurde mit Auftritten des Beethoven Orchesters Bonn und des Deutschen Nationaljugendchors begangen. Sowohl Verantwortliche als auch Musiker zeigten sich erleichtert über die Rückkehr dieses kulturellen Leuchtturms.

Das Eröffnungskonzert begann mit Ludwig van Beethovens Prometheus-Ouvertüre unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan. Es folgte Beethovens 4. Klavierkonzert mit dem Bonner Pianisten Fabian Müller als Solist. Den krönenden Abschluss des Abends bildete Gustav Mahlers Auferstehungs-Sinfonie.

Ursprünglich sollte Sir Simon Rattle die Uraufführung eines neuen Werks von Sara Glojnarić dirigieren. Aufgrund zu knapper Probenzeit wurde der Auftritt jedoch abgesagt. Trotz dieser Absage verlief das restliche Programm ohne weitere Zwischenfälle.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kulturministerin Ina Brandes nahmen an der Veranstaltung teil und lobten die Halle als Symbol für Demokratie und bürgerliches Engagement. Das Beethoven Orchester Bonn betont unter Kaftans Leitung seinen Anspruch auf künstlerische Exzellenz bei gleichzeitiger Zugänglichkeit für alle Zielgruppen.

Die Baukosten der Beethovenhalle beliefen sich auf 221 Millionen Euro – deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 61 Millionen. Die langwierige Bauphase und die explodierenden Kosten hatten für Kritik gesorgt, doch die Fertigstellung des Projekts wurde mit großer Erleichterung aufgenommen.

Die Wiedereröffnung markiert das Ende eines langjährigen und kostspieligen Sanierungsprozesses. Die Beethovenhalle etabliert sich damit erneut als zentraler Kulturort, der künftigen Aufführungen eine Bühne bietet. Mit starker Führung und einem erneuerten Fokus auf Inklusion will das Orchester diesen Neuanfang nutzen.