BEST in Mumbai kämpft um Überleben: 40 Milliarden Rupien gefordert – doch die Stadt stellt Bedingungen
Julian HartmannBEST in Mumbai kämpft um Überleben: 40 Milliarden Rupien gefordert – doch die Stadt stellt Bedingungen
Die BEST-Unternehmensgruppe steckt in schweren finanziellen Schwierigkeiten, verursacht durch steigende Kosten, geringe Ticketinnahmen und wachsende Schulden. Der Verkehrsbetrieb hat bei der Stadtverwaltung Mumbai (BMC) 40 Milliarden Rupien beantragt, um Pensionsverpflichtungen zu decken und seine veraltete Flotte zu erneuern.
Seit 2014 hat die BMC der BEST bereits 123,12 Milliarden Rupien an Finanzhilfen gewährt. 2017 legte sie zudem einen Fahrplan für die finanzielle Sanierung des Verkehrsbetriebs vor.
Nun hat die BMC für das Haushaltsjahr 2026–27 einen Zuschuss in Höhe von 10 Milliarden Rupien vorgeschlagen. Allerdings sollen davon 937,8 Millionen Rupien einbehalten werden, um ausstehende Grundsteuern der BEST zu begleichen.
Die Stadtverwaltung betont, dass die BEST unverzüglich Maßnahmen ergreifen müsse, um die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Sie warnt zugleich, dass weitere Finanzspritzen allein die Zukunft des Verkehrsbetriebs nicht sichern könnten – ohne eine überzeugende Strategie zur wirtschaftlichen Wende. Strukturreformen seien für eine langfristige Stabilität unverzichtbar, so die BMC.
Die BEST hingegen besteht darauf, dass die vollen 40 Milliarden Rupien dringend nötig sind, um die Finanzkrise zu bewältigen. Der jüngste Förderangebot der BMC ist jedoch an Auflagen geknüpft: Ohne Reformen und strikte Kostenkontrolle droht dem Verkehrsbetrieb keine nachhaltige Verbesserung seiner finanziellen Lage.






