Berliner Stadtrat entschuldigt sich nach peinlichem Mikrofon-Ausrutscher in Sitzung

Berliner Stadtrat entschuldigt sich nach peinlichem Mikrofon-Ausrutscher in Sitzung
Ein neu gewählter Stadtrat von Berlin hat sich entschuldigt, nachdem er bei einer öffentlichen Sitzung mit einer ungewollten Äußerung in einen Eklat geraten war. Rocco DeVito, dessen unzensierte Bemerkung während einer Sitzung der Planungsbehörde am 10. Dezember gefallen war, löste damit eine Debatte unter Bürgern und Kollegen aus.
Der Vorfall ereignete sich, als DeVito von zu Hause aus per Videokonferenz an der Sitzung teilnahm. Ohne zu merken, dass sein Mikrofon noch eingeschaltet war, reagierte er auf einen anderen Teilnehmer namens Hayden mit den Worten: „Genau, Hayden … scheiß auf diese reichen Leute!“. Die Äußerung, die etwa bei der 30-Sekunden-Marke im Sitzungsvideo zu hören ist, wurde mit einem Hinweis auf jugendfreie Sprache versehen.
DeVito erklärte später, seine Frustration rühre von anhaltenden Streitigkeiten darüber, wie Berlin das Wohnungswachstum auf seine Stadtteile verteilen solle. Die Stadt steht derzeit vor der Herausforderung, den steigenden Bedarf an neuen Wohnungen zu decken, während gleichzeitig Bezahlbarkeit und lokale Interessen in Einklang gebracht werden müssen. Die Reaktionen der Öffentlichkeit fielen gespalten aus: Einige kritisierten DeVitos Wortwahl als unprofessionell, andere verwiesen auf die Notwendigkeit eines sachlichen Diskurses in der Kommunalpolitik. Jessica Ivey, eine ehemalige Ratskandidatin und Mitglied des Berlin Pride Committee, verteidigte ihn öffentlich und forderte Verständnis. DeVito entschuldigte sich daraufhin und räumte ein, dass sowohl seine Ausdrucksweise als auch die dahinterstehende Haltung für einen Amtsträger unangemessen gewesen seien.
Der Vorfall unterstreicht die Spannungen in Berlin, wo die Stadt mit der Wohnraumerweiterung und den Prioritäten der Nachbarschaften ringt. DeVitos Entschuldigung folgt Appellen nach respektvolleren Debatten in der lokalen Entscheidungsfindung – der Zwischenfall ist nun Teil des öffentlichen Protokolls.
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