29 April 2026, 11:01

Berliner Kultursenatorin tritt nach Fördergeld-Skandal zurück – Evers übernimmt kommissarisch

Logo der Berliner Finanzinitiative: ein blauer Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen 'B' in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit blau-weißem Karomuster, auf einem weißen Hintergrund mit fetter schwarzer Schrift 'Berlin Finance Initiative.'

Berliner Kultursenatorin tritt nach Fördergeld-Skandal zurück – Evers übernimmt kommissarisch

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat am Freitag zurück, nachdem ein Bericht rechtswidrige Fördergelder für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus aufgedeckt hatte. Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ernannte nun Stefan Evers zu ihrem kommissarischen Nachfolger – zunächst bis zur Landtagswahl im September 2023.

Wedl-Wilson, die das Amt als parteilose Beauftragte innehatte, gab ihren Rücktritt nach Kritik des Berliner Rechnungshofs bekannt. Der Bericht hatte auf unrechtmäßige Bewilligungen bei der Projektförderung hingewiesen, was schließlich zu ihrem Rückzug führte.

Am Dienstag trafen sich die CDU-Kreisvorsitzenden, um über ihre Nachfolge zu entscheiden. Zur Wahl standen zwei Kandidaten: der aktuelle Finanzenator Stefan Evers und der ehemalige Justizsenator Thomas Heilmann. Nach Beratungen sprach sich die Runde einstimmig für Evers aus.

Evers, der der CDU angehört, übernimmt nun sowohl das Finanz- als auch das Kulturressort. Er ist bereits in zentrale Finanzverhandlungen eingebunden, darunter die Verhandlungen zum Hauptstadtfinanzierungsvertrag. Bürgermeister Wegner, der zugleich CDU-Landesvorsitzender ist, nahm an der Sitzung teil, in der die Entscheidung endgültig fell.

Bis Dienstagnachmittag war noch keine dauerhafte Lösung für die Nachfolge Wedl-Wilsons gefunden worden. Evers wird die Kulturverwaltung vorläufig bis zu den Herbstwahlen leiten.

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Mit der Übernahme der zusätzlichen Verantwortung bleibt Evers parallel in seiner Funktion als Finanzenator tätig. Seine Ernennung schließt zwar vorerst die Lücke, die durch Wedl-Wilsons Rücktritt entstanden ist, bleibt jedoch eine Übergangslösung. Eine endgültige Entscheidung über einen langfristigen Nachfolger wird voraussichtlich erst nach der Landtagswahl im September fallen.

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