Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und feierlicher Veranstaltung
Charlotte RichterBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und feierlicher Veranstaltung
Berlins Abgeordnetenhaus ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit feierlicher Veranstaltung am 2. Mai
Vor dem Parlamentsgebäude wird zudem der Platz offiziell ihren Namen tragen. Unterdessen werden die Abgeordneten in ihrer nächsten Sitzung die Maifeierlichkeiten und Demonstrationen vom 1. Mai auswerten.
Die Ehrung für Friedländer, die seit 2020 Ehrenbürgerin Berlins ist, beginnt um 9:00 Uhr im Plenarsaal. Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird sie in einer Rede würdigen. Im Anschluss an die Ansprachen wird die neue Namensplatte für den Margot-Friedländer-Platz feierlich enthüllt.
Die Plenarsitzung selbst startet später als üblich, erst um 11:00 Uhr, um Raum für die Morgenveranstaltung zu lassen. Auf der Tagesordnung steht auch eine Debatte über die Kundgebungen am 1. Mai, die weitgehend friedlich verliefen. Die Polizei leitete jedoch rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein.
Die Vorwürfe reichen von Verstößen gegen die öffentliche Ordnung über Körperverletzung und Sachbeschädigung bis hin zu sexueller Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden im Laufe des Tages vorläufig festgenommen.
Die Umbenennung des Platzes und die Ehrungsveranstaltung unterstreichen die offizielle Anerkennung von Margot Friedländers Lebenswerk. In der parlamentarischen Debatte geht es zudem um die Bewältigung der Maifeierlichkeiten, einschließlich der strafrechtlichen Ermittlungen. Beide Anlässe spiegeln Berlins anhaltende Bemühungen wider, Erinnerungskultur und öffentliche Sicherheit in Einklang zu bringen.






