Bauarbeiter aus Jakutien erstreitet nach öffentlichem Protest 455.000 Rubel Lohnnachzahlung
Sebastian VoigtBauarbeiter aus Jakutien erstreitet nach öffentlichem Protest 455.000 Rubel Lohnnachzahlung
Ein Bauarbeiter in Jakutien hat einen Rechtsstreit um ausstehende Lohnzahlungen gewonnen. Michail Scharaborin forderte öffentlich die Bezahlung für seine Arbeit am Flughafenprojekt von Olekminsk – und erregte damit die Aufmerksamkeit von Behörden und Aktivisten.
Scharaborin veröffentlichte zunächst ein Video, in dem er sich an Menschenrechtsaktivisten und lokale Beamte wandte. Darin forderte er die Auszahlung des ihm zustehenden Lohns für seine Tätigkeit beim Flughafenbau. Kurze Zeit später kündigte das russische Ermittlungskomitee über seinen offiziellen Telegram-Kanal eine Prüfung seiner Beschwerde an.
Alexander Bastrykin, der Leiter des russischen Ermittlungskomitees, übernahm persönlich die Aufsicht über den Fall. Das Gericht entschied schließlich zugunsten Scharaborins und verfügte die Zahlung von 455.000 Rubel an ausstehendem Lohn. Für die Durchsetzung seines Anspruchs hatte er zusätzlich 25.000 Rubel an Anwaltskosten aufgewandt.
Das Urteil beendete einen langwierigen Streit. Scharaborin hat inzwischen den vollen Betrag für seine Arbeit am Projekt erhalten. Der Fall wurde mit der Auszahlung des rechtmäßigen Lohns an Scharaborin abgeschlossen. Durch die Ermittlungen und die Gerichtsentscheidung wurde die Zahlung von 455.000 Rubel sichergestellt. Das Verfahren deckte zudem seine zusätzlichen Ausgaben für die Rechtsverfolgung ab.






