26 June 2026, 18:02

Bahnstrecke Hamburg–Berlin startet nach teurer Pannen-Serie mit Verspätung durch

Renovierung der Hamburg-Berlin-Bahnlinie deutlich teurer

Bahnstrecke Hamburg–Berlin startet nach teurer Pannen-Serie mit Verspätung durch

Die Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist nach einer teuren und verzögerten Modernisierung wieder in Betrieb gegangen. Das Projekt musste aufgrund extremer Wetterbedingungen und technischer Pannen Rückschläge hinnehmen. Die Züge nahmen den Betrieb Mitte Juni auf – mit sechs Wochen Verspätung.

Strenge Winterbedingungen hatten die Sanierungsarbeiten bereits zu Jahresbeginn behindert. Anhaltender Frost im Januar und Februar zwang die Bauarbeiten wochenlang zum Stillstand. Dadurch verschob sich der geplante Wiedereröffnungstermin deutlich.

Die Aufrüstung kostete rund 2,7 Milliarden Euro, wobei ein zusätzlicher Notfallfonds in Höhe von 300 Millionen Euro vollständig aufgebraucht wurde. Trotz der hohen Investitionen konnte das neue europäische Zugsicherungssystem (ETCS) nicht wie vorgesehen installiert werden. Das bedeutet, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine weitere großangelegte Sperrung notwendig sein wird.

Auch nach der Wiedereröffnung hielten die Probleme an: Aufzüge fielen sofort aus, und die Züge fuhren nicht pünktlich. Die Strecke Hamburg–Berlin ist Teil eines umfassenden Programms, das bis Mitte der 2030er-Jahre Dutzende Linien modernisieren soll, um sie danach jahrelang ohne größere Baustellen betreiben zu können.

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Die Strecke ist zwar nun wieder befahrbar, doch ungelöste Probleme bleiben bestehen. Eine erneute Sperrung zur vollständigen Installation des ETCS-Systems steht bereits bevor. Das Projekt zeigt, wie herausfordernd großangelegte Bahnmodernisierungen unter extremen Bedingungen sein können.

Quelle