25 March 2026, 04:32

Australiens Inflation bleibt hoch – doch der Iran-Konflikt droht die Preise weiter zu treiben

Liniengraph, der den Wachstum von Elektrofahrzeugverkäufen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Australiens Inflation bleibt hoch – doch der Iran-Konflikt droht die Preise weiter zu treiben

Australiens Inflationsrate lag im Februar 2023 bei 3,7 Prozent – und damit weiterhin über dem Zielkorridor der Reserve Bank. Die jüngsten Daten zeigen, dass vor allem steigende Wohnkosten und Strompreise den Anstieg vorantreiben. Gleichzeitig drohen globale Spannungen, die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiter in die Höhe zu treiben.

Am stärksten stieg der Bereich Wohnen mit einem Plus von 7,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Strompreise schnellen nach dem Auslaufen staatlicher Subventionen sogar um 37,0 Prozent nach oben. Die Lebensmittelinflation blieb bei 3,1 Prozent, wobei höhere Ausgaben für Restaurantbesuche, rotes Fleisch und Kaffee die Haushalte zusätzlich belasten.

Transportkosten gaben hingegen leicht um 0,2 Prozent nach. Die Spritpreise sanken vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten um 7,2 Prozent. Die von der Reserve Bank bevorzugte Kennziffer, die bereinete Kerninflation, lag bei 3,3 Prozent.

Im März 2023 erhöhte die australische Notenbank zum zweiten Mal in Folge die Leitzinsen – ein Schritt, der die Teuerung wieder in den Zielbereich von zwei bis drei Prozent drängen sollte. Doch neue Risiken tauchten auf, nachdem am 28. Februar 2026 der Iran-Krieg begann.

Seither blockieren die Iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus und halten über 540 Tanker mit 300 Millionen Barrel Öl auf. Die Unterbrechung dieser kritischen Route – durch die ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs fließt – trieb die globalen Energiepreise in die Höhe. Australiens Importe, stark abhängig von Seewegen, leiden unter massiven Verzögerungen.

Mehr als 20 Handelsschiffe wurden beschädigt, mindestens 12 Seeleute gelten als tot oder vermisst. Militärische Auseinandersetzungen, darunter israelische Angriffe und US-Drohungen, verschärfen die Krise weiter. Ökonomen warnen, dass die Spritpreise um über 25 Prozent steigen könnten, sollte der Konflikt anhalten.

Die Inflationsdaten vom Februar 2023 zeigten bereits steigende Lebenshaltungskosten, angetrieben von Wohnen und Strom. Nun droht die Blockade der Straße von Hormus, die Preise für Treibstoff und Importe weiter zu befeuern. Wie die Reserve Bank darauf reagiert, hängt davon ab, wie sich diese globalen Druckfaktoren in den nächsten Monaten entwickeln.

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