Asylanträge in Deutschland auf Zehn-Jahres-Tief – außer in der Pandemie
Charlotte RichterAsylanträge in Deutschland auf Zehn-Jahres-Tief – außer in der Pandemie
In Deutschland ist die Zahl der Asylanträge im vergangenen Monat stark zurückgegangen. Im April gingen 6.144 neue Anträge ein – fast ein Drittel weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang markiert einen der niedrigsten Werte seit über einem Jahrzehnt, abgesehen von der Pandemiezeit.
Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Abwärtstrend. Die 6.144 neuen Asylanträge im April lagen um 837 niedriger als im März. Im Vergleich zum April 2025 ist die Zahl sogar um 2.964 gesunken, was einem Rückgang von etwa einem Drittel entspricht.
Auch die Folgeanträge gingen zurück: von 3.242 im März auf 2.682 im April. Das letzte Mal, dass Deutschland weniger Neuanträge verzeichnete, war im Juni 2020, auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie. Abgesehen von dieser Phase waren die monatlichen Zahlen zuletzt im März 2013 so niedrig.
Die jüngsten Daten unterstreichen einen deutlichen Rückgang der Asylanträge. Sowohl Neu- als auch Folgeanträge sind in den letzten Monaten stark gesunken. Die Zahlen deuten auf eine spürbare Veränderung der Migrationsbewegungen im Vergleich zu den Vorjahren hin.






