Asbest-Betrug in Nürnberg: 23 Verdächtige nach illegalen Dachsanierungen und Giftmüll-Skandal

Polizei klärt Serie illegaler Asbestdach-Sanierungen - Asbest-Betrug in Nürnberg: 23 Verdächtige nach illegalen Dachsanierungen und Giftmüll-Skandal
Die Nürnberger Polizei hat eine Serie illegaler Asbestsanierungen an Dächern aufgedeckt, die mit einem größeren Betrugsnetz in Verbindung stehen. Zwischen Juli und November 2025 kamen zehn weitere Verdachtsfälle hinzu, sodass sich die Zahl der Beschuldigten auf 23 erhöht. Die Taten umfassen betrügerische Handwerker, die sich als seriöse Auftragnehmer ausgaben und gleichzeitig gefährlichen Abfall in der gesamten Region illegal entsorgten.
Die Ermittlungen begannen nach Hinweisen auf überteuerte Dacharbeiten, die von nicht lizenzierten Handwerkern angeboten wurden. Die Betrüger zielten auf Hausbesitzer ab, verlangten überhöhte Preise und gingen dabei fahrlässig mit Asbest um – einem Stoff, der in Deutschland seit 1993 und in der gesamten EU seit 2005 verboten ist. Später lokalisierten die Behörden eine illegale Müllkippe im Nürnberger Stadtteil Kraftshof, der Verdächtige dort ist bisher namentlich nicht bekannt.
Der Fall zeigt die Gefahren unkontrollierter Abfallentsorgung und betrügerischer Baupraktiken auf. Mit 23 identifizierten Verdächtigen werden nun gerichtliche Verfahren über die Strafen für die verursachten finanziellen und ökologischen Schäden entscheiden. Die Behörden überwachen weiterhin illegale Müllentsorgungen und täuschende Handelsaktivitäten in der Region.

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