Armutsquote in Deutschland 2025 auf Rekordniveau – 13,3 Millionen betroffen
Charlotte RichterArmutsquote in Deutschland 2025 auf Rekordniveau – 13,3 Millionen betroffen
Armutsquote in Deutschland erreicht 2025 Rekordhöhe
In Deutschland hat die Armut 2025 einen neuen Höchststand erreicht: 16,1 % der Bevölkerung sind betroffen – das entspricht 13,3 Millionen Menschen, die unter der Armutsgrenze leben. So viele waren es seit 2020 nicht mehr. Experten sprechen von einer vollen sozialen Krise.
Die aktuellen Zahlen zeigen deutliche regionale Unterschiede. Bremen verzeichnet mit 27,5 % die höchste Armutsquote, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,3 %. Bayern und Baden-Württemberg weisen dagegen die niedrigsten Werte auf – 12,6 % bzw. 13,2 %. Die Kluft zwischen den am stärksten und am wenigsten betroffenen Regionen beträgt damit 14,9 Prozentpunkte.
Besonders gefährdet sind Einzelpersonen-Haushalte mit einer Armutsquote von 30,3 %. Auch Alleinerziehende sind stark betroffen (28,9 %). Bei älteren Menschen lebt fast jeder Fünfte über 65 in Armut, bei Frauen über 75 steigt der Anteil sogar auf 21,3 %.
Die offizielle Armutsgrenze liegt bei 1.445 Euro netto im Monat für eine Einzelperson und bei 3.035 Euro für eine vierköpfige Familie. Trotzdem leiden 4,6 Millionen Menschen unter schwerer materieller Entbehrung. Joachim Rock, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands, bezeichnet die Lage als „vollständigen sozialen Notstand“.
Die Armutskrise in Deutschland verschärft sich weiter – mehr Menschen sind betroffen als zu jedem anderen Zeitpunkt seit 2020. Die Daten zeigen eine wachsende Ungleichheit, insbesondere bei älteren Menschen, Alleinerziehenden und Einzelpersonen. Die regionalen Unterschiede unterstreichen zudem die ungleiche Verteilung der Armut im Land.






