Antisemitischer Angriff in Waitrose-Supermarkt erschüttert Harrow
Am 22. Juni wurde eine orthodox-jüdische Frau in einem Waitrose-Supermarkt in Harrow verbal angegriffen. Bei dem Vorfall kam es zu beleidigender Sprache, was in der Öffentlichkeit auf Besorgnis gestoßen ist. Der Supermarkt hat sich inzwischen entschuldigt und den Vorfall der Polizei gemeldet.
Der Täter soll dabei antisemitische Schimpfwörter verwendet haben, darunter „Verdammt die Juden“ und „tötet zionistische Juden“. Zudem machte er jüdische Menschen für die Probleme Großbritanniens verantwortlich. Ein Zeuge informierte das Ladenpersonal, einschließlich des Filialleiters, doch zunächst wurde eine Kontaktaufnahme mit der Polizei abgelehnt.
Das Opfer verließ den Supermarkt nach dem Angriff sichtbar verstört. Waitrose betonte später, eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Antisemitismus zu verfolgen. Der Supermarkt hat den Vorfall inzwischen den Behörden gemeldet und versichert, die Ermittlungen vollumfänglich zu unterstützen.
Die Organisation Campaign Against Antisemitism stellt infrage, ob sich ein solcher Hass in Großbritannien zunehmend normalisiert. Dies folgt auf weitere jüngste antisemitische Vorfälle, darunter die umstrittene Nominierung einer Schriftstellerin sowie versuchte Morde in Manchester und Golders Green. Waitrose hat seine Entschlossenheit im Kampf gegen Diskriminierung erneut bekräftigt.
