Antisemitische Angriffe in New York steigen um 71 Prozent – und die Politik schweigt
Sebastian VoigtAntisemitische Angriffe in New York steigen um 71 Prozent – und die Politik schweigt
Antisemitische Vorfälle in New York City um fast 71 Prozent gestiegen
In der Stadt New York haben sich antisemitische Vorfälle innerhalb des letzten Jahres um nahezu 71 Prozent erhöht. Der Anstieg fällt zusammen mit einer Reihe umstrittenen Handlungen des Bürgermeisters und lokaler Amtsträger, was in jüdischen Gemeinden Besorgnis auslöst.
In den vergangenen Monaten sah sich der Bürgermeister wegen einer Serie von Entscheidungen Kritik ausgesetzt, die als Förderung von Antisemitismus wahrgenommen werden. So veröffentlichte er auf Twitter eine verzerrte Darstellung der Gründung Israels, die von vielen als antisemitisch verurteilt wurde. Zudem empfing er in der offiziellen Residenz Gracie Mansion Mahmoud Khalil, eine bekannte Persönlichkeit mit antisemitischen Ansichten.
Ein jüdischer Pendler wurde bei einem gewalttätigen Angriff schwer verletzt, als der Täter Juden beschuldigte, „Kinder zu essen“, und dem Opfer eine Haarsträhne ausriss. Unterdessen wünschte die von dem Bürgermeister unterstützte Stadträtin Shahana Hanif zwei muslimischen Frauen, die am Israel-Tag-Umzug teilgenommen hatten, öffentlich die „Hölle“.
Der Bürgermeister nahm nicht am Israel-Tag-Umzug teil – einem zentralen Ereignis für jüdische New Yorker – und lehnte einen Gesetzentwurf des Stadtrats ab, der Abstandsregeln für Proteste in der Nähe von Gotteshäusern vorschreibt. Gleichzeitig halten pro-palästinensische Demonstranten, die mit der Hamas sympathisieren, ihre Kundgebungen vor Synagogen aufrecht, scheinbar mit stillschweigender Billigung des Bürgermeisters. Stadtrat Zohran Mamdani und seine Verbündeten haben die Spannungen weiter verschärft; ihre Rhetorik deutet darauf hin, dass Feindseligkeit gegenüber der jüdischen Bevölkerung der Stadt zunehmend als akzeptabel gilt.
Insgesamt sind Hassverbrechen in New York angestiegen, vor allem getrieben durch die Zunahme antisemitischer Angriffe.
Die Welle antisemitischer Vorfälle lässt viele jüdische Einwohner:innen verletzlicher denn je zurück. Da städtische Verantwortungsträger die Feindseligkeiten entweder billigen oder nicht entschlossen dagegen vorgehen, bleibt die Lage angespannt. Der Anstieg der Hasskriminalität spiegelt tiefgreifende Sorgen um Sicherheit und Repräsentation in New York wider.






