Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrier leisten bereits Wiederaufbau-Hilfe
Julian HartmannAlabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrier leisten bereits Wiederaufbau-Hilfe
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei den in Deutschland lebenden Menschen, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.
Bei dem Event zeigte sich Alabali-Radovan frustriert über Forderungen, Syrier müssten „endlich“ zum Wiederaufbau ihres Landes beitragen. Sie wies darauf hin, dass viele seit Jahren bereits aktiv an der Wiederherstellung ihres Heimatlandes mitwirkten. Die Ministerin betonte zudem die Rolle der syrischen Diaspora in Deutschland, die sich sowohl beim Wiederaufbau als auch bei der Integration vor Ort seit Langem engagiere.
Die Teilnehmer der Konferenz teilten ihre Haltung. Viele berichteten von ihrer Arbeit beim Wiederaufbau Syriens und ihrem gleichzeitigen Beitrag für die deutsche Gesellschaft. Die Ministerin kündigte an, das Fachwissen der in Deutschland lebenden Syrier künftig systematisch in Entwicklungsprojekte einzubinden.
Alabali-Radovan machte deutlich, dass Zwangsrückführungen ein heikles Thema bleiben. Sie warnte, dass wiederholte Abschiebedebatten das Leben der Syrier destabilisieren könnten, die sich in Deutschland eine Zukunft aufgebaut hätten.
Die Aussagen der Ministerin unterstreichen die anhaltenden Leistungen von Syrien in Deutschland – sowohl für ihr Herkunftsland als auch für ihre neuen Gemeinden. Mit ihren geplanten Maßnahmen will sie ihre Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit stärken. Nun rückt die praktische Umsetzung dieser Vorhaben in den Fokus.






