Aktivist in Jakutsk droht Strafe wegen T-Shirts mit verbotener Abbildung
Julian HartmannAktivist in Jakutsk droht Strafe wegen T-Shirts mit verbotener Abbildung
Ein politischer Aktivist in Jakutsk sieht sich mit juristischen Konsequenzen konfrontiert, nachdem er ein T-Shirt mit dem Abbild einer verbotenen Persönlichkeit getragen hat. Artur Dron, Mitglied der linksgerichteten Organisation Linkes Front, wurde am 9. Mai festgenommen, weil er ein T-Shirt mit dem Konterfei von Sergei Udalzow trug. Nun muss er sich am 12. Mai vor Gericht verantworten – ihm wird ein Verstoß gegen das russische Verwaltungsrecht vorgeworfen.
Drons Festnahme erfolgte, nachdem er ein T-Shirt mit dem Bild von Sergei Udalzow getragen hatte, der nach Bundesrecht als Extremist eingestuft wird. Die Polizei wirft ihm vor, gegen Artikel 20.3, Absatz 1 verstoßen zu haben, der das öffentliche Zeigen von Symbolen extremistischer Gruppen oder verbotener Personen untersagt.
Das Gesetz sieht harte Strafen vor: Bei einer Verurteilung drohen Geldbußen von bis zu 100.000 Rubel oder ein verwaltungsrechtlicher Arrest von bis zu 15 Tagen. Zwar gibt es keine explizite Verbotsregelung für Udalzows Abbildung, doch das Gericht muss nun entscheiden, ob Drons T-Shirt gegen die bestehenden Beschränkungen verstößt.
Dron soll am 12. Mai im 4. Revier der Bezirkspolizei erscheinen. Sein Fall hängt davon ab, wie das Gericht das Gesetz in Bezug auf das Design des T-Shirts auslegt.
Das Urteil in Drons Fall wird maßgeblich dafür sein, ob das Tragen von Udalzows Abbildung als Rechtsverstoß gewertet wird. Bei einer Verurteilung müsste er mit hohen Geldstrafen oder einer Haftstrafe rechnen. Die Entscheidung könnte zudem Präzedenzcharakter für ähnliche Fälle in Zukunft haben.






