Airbus fordert rasche Entscheidungen für europäische Kampfflugzeuge nach FCAS-Scheitern
Charlotte RichterAirbus fordert rasche Entscheidungen für europäische Kampfflugzeuge nach FCAS-Scheitern
Airbus drängt Politiker zu schnellen Entscheidungen über die Zukunft europäischer Kampfflugzeuge
Der Aufruf erfolgt nach dem Scheitern des deutsch-französisch-spanischen FCAS-Programms (Future Combat Air System). Branchenvertreter warnen, dass weitere Verzögerungen die Entwicklung europäischer Verteidigungsfähigkeiten zurückwerfen könnten.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betont, Deutschland verfüge über das Know-how und die Ressourcen, um ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln. Er forderte die Verantwortlichen auf, das Projekt unverzüglich zu starten. Pretzl lud zudem andere Länder zur Teilnahme ein und unterstrich die Notwendigkeit eines zügigen Beginns.
Reinhard Brandl, Generalsekretär der CSU-Bundestagsfraktion, hob die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit in einem neuen Kampfflugzeugprogramm hervor. Er argumentierte, deutsche Unternehmen könnten eine führende Rolle bei der Gestaltung zukünftiger Kampfflugzeuge einnehmen. Brandls Aussagen decken sich mit dem Appell von Airbus nach grenzüberschreitender Kooperation.
Pretzl warnte, dass politisches Zögern nur wertvolle Zeit koste. Jeder Tag, der mit Debatten statt mit Entscheidungen verstreiche, sei ein verlorener Tag für die Entwicklung. Die Dringlichkeit spiegelt die Sorge wider, Europa könnte in der militärischen Luftfahrt den Anschluss verlieren, wenn nicht bald gehandelt werde.
Das Scheitern des FCAS-Programms hat eine Lücke in der europäischen Kampfflugzeugentwicklung hinterlassen. Airbus und politische Vertreter betonen nun die Notwendigkeit schneller Beschlüsse und enger Zusammenarbeit. Ohne sofortiges Handeln, so ihre Warnung, riskiere Europa, in diesem entscheidenden Verteidigungsbereich zurückzufallen.






