20 June 2026, 16:01

AfD führt in Sachsen-Anhalt – Linke und CDU im Machtpoker vor der Wahl

BSW kritisiert Linke wegen möglicher Zusammenarbeit mit CDU

AfD führt in Sachsen-Anhalt – Linke und CDU im Machtpoker vor der Wahl

Die rechtspopulistische AfD führt vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in den Umfragen. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte genug Stimmen holen, um allein regieren zu können. Unterdessen hat die Linke angedeutet, mit der CDU zusammenzuarbeiten, um die AfD von der Macht fernzuhalten.

Der ehemalige Linke-Abgeordnete Fabio De Masi übt scharfe Kritik an der Haltung seiner alten Partei. Er wirft ihr vor, mit ihrer bedingungslosen Unterstützung für den CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze in Sachsen-Anhalt letztlich nur die AfD zu stärken. De Masi behauptet, die Linke habe wiederholt CDU-Politik mitgetragen – etwa bei Friedrich Merz’ Rentenreformen oder der Aussetzung der Schuldenbremse für Militärhaushalte.

Mittlerweile Mitglied der Wagenknecht-Partei (BSW), bezeichnet De Masi die Linke in entscheidenden Momenten als „Team Merz“. Er fordert einen „demokratischen Neuanfang“ im Land und schlägt einen parteilosen Ministerpräsidenten vor, der mit wechselnden Mehrheiten regiert. Zu seinen Vorschlägen gehören zudem eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eine Neuausrichtung der Bildungspolitik sowie die Einführung eines österreichischen Rentensystems über den Bundesrat.

Die BSW lehnt eine mögliche Koalition der Linken mit der CDU in Sachsen-Anhalt offen ab. De Masi betont, die Annäherung der Linken an die CDU sei kein neues Phänomen, und wirft dem linken Jugendverband vor, weniger verlässlich zu sein als die Partei selbst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die politische Stimmung in Sachsen-Anhalt bleibt angespannt, während die AfD an Zuspruch gewinnt. Die Bereitschaft der Linken, mit der CDU zusammenzuarbeiten, könnte das Wahlergebnis entscheidend prägen. De Masis Forderungen und Kritik erhöhen den Druck in der Debatte darüber, wie dem Aufstieg der Rechtspopulisten begegnet werden kann.

Quelle