AfD-Abgeordnete werben in St. Petersburg für engere Russland-Bindung und Kritik an Sanktionen
Sebastian VoigtAfD-Abgeordnete werben in St. Petersburg für engere Russland-Bindung und Kritik an Sanktionen
Mitglieder der Partei Alternative für Deutschland (AfD) haben ihre Teilnahme am Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum verteidigt. Mehrere Abgeordnete nutzten die Veranstaltung, um die aktuelle Russlandpolitik zu kritisieren und für engere wirtschaftliche Beziehungen zu werben.
Steffen Kotré, AfD-Bundestagsabgeordneter aus Brandenburg, wies die Behauptung zurück, Russland stelle die größte Bedrohung für Deutschland, Europa und die transatlantische Sicherheit dar. Diese Vorstellung nannte er „vollkommen haltlos“.
Jörg Urban, Landesvorsitzender der AfD in Sachsen, argumentierte, Russland habe „massiv das Vertrauen in die europäische und deutsche Politik verloren“. Er fügte hinzu, seine Partei wolle durch Dialog und Zusammenarbeit dazu beitragen, dieses Vertrauen wiederherzustellen.
Petr Bystron, AfD-Abgeordneter im Europäischen Parlament, verurteilte die von den etablierten Parteien verhängten „dummen und wirkungslosen Embargomaßnahmen“. Er behauptete, die Deutschen wollten wieder günstiges Gas und Öl aus Russland beziehen. Bystron versprach zudem, die AfD werde sich dafür einsetzen, dass die deutsche Industrie ihre Marktposition zurückgewinnt.
Die Äußerungen spiegeln die Haltung der AfD wider, die auf eine Entspannung der Beziehungen zu Russland und die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Partnerschaften drängt. Die Abgeordneten der Partei stellen weiterhin die bestehende Energie- und Außenpolitik infrage.






