31 May 2026, 10:01

91 Prozent der Deutschen stoßen auf Falschmeldungen – und fordern harte Strafen

Fake News: 9 von 10 Deutschen wollen die Verbreitung zu einem Straftatbestand machen

91 Prozent der Deutschen stoßen auf Falschmeldungen – und fordern harte Strafen

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Besorgnis unter Deutschen über die Verbreitung von Falschmeldungen und Deepfakes. Neun von zehn Befragten sind bereits auf falsche oder irreführende Informationen im Internet gestoßen – viele fordern rechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen. Die Ergebnisse zeigen sowohl eine weit verbreitete Konfrontation mit Desinformation als auch Unsicherheit im Umgang damit.

Laut der Umfrage sind 91 Prozent der Deutschen auf gezielt verbreitete Falschinformationen gestoßen. Davon sind 87 Prozent der Meinung, dass Personen, die solche Inhalte bewusst weitergeben, mit rechtlichen Strafen rechnen müssen. Die Unterstützung für strengere Maßnahmen geht noch weiter: 84 Prozent befürworten sogar Sanktionen gegen die Ersteller von Desinformation.

Videos bleiben laut den Befragten das häufigste Format für Deepfakes. Während 20 Prozent sicher sind, bereits KI-generierte Deepfakes gesehen zu haben, vermuten weitere 41 Prozent, dass sie damit konfrontiert waren. Trotz dieser Sorgen fühlen sich nur 34 Prozent in der Lage, solche Inhalte zuverlässig zu erkennen.

Falschinformationen zur US-Politik haben 74 Prozent der Befragten erreicht. Generell stoßen 41 Prozent regelmäßig auf nicht überprüfbare Inhalte, und 63 Prozent haben Schwierigkeiten, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten einzuschätzen. Die Hälfte der Teilnehmer gibt zu, Material weitergegeben zu haben, ohne sich seiner Richtigkeit sicher zu sein.

Die Ergebnisse zeichnen ein Bild der flächendeckenden Konfrontation mit irreführenden Inhalten – bei gleichzeitig geringer Sicherheit, diese zu identifizieren. Viele Deutsche betrachten Deepfakes mittlerweile als ernsthafte Bedrohung: 89 Prozent halten sie für gefährlich.

Die Umfrage unterstreicht eine wachsende Nachfrage nach Maßnahmen gegen Desinformation. Eine große Mehrheit spricht sich für rechtliche Konsequenzen gegen diejenigen aus, die gezielt Falschmeldungen erstellen oder verbreiten. Gleichzeitig zeigt die Studie, wie schwer es nach wie vor fällt, Online-Inhalte zu überprüfen – viele sind verunsichert, was sie sehen und teilen.

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