26 June 2026, 12:27

386 Leichen im Krematorium Plenitud: Ein Jahr ohne Antworten für 135 namenlose Tote

Crematorio Plenitud, ein Jahr ohne Gerechtigkeit

386 Leichen im Krematorium Plenitud: Ein Jahr ohne Antworten für 135 namenlose Tote

Ein Jahr nach dem Fund von 386 Leichen im Krematorium Plenitud in Ciudad Juárez

Vor einem Jahr entdeckten die Behörden im Krematorium Plenitud in Ciudad Juárez 386 Leichen. Der makabre Fund am 26. Juni 2025 enthüllte, dass die Einrichtung ohne ordnungsgemäße hygienische Kontrollen betrieben worden war. Bisher konnten nur 251 der Verstorbenen identifiziert werden – 135 bleiben weiterhin namenlos.

Der damalige Leiter des Krematoriums, Facundo Teófilo M. R., starb im vergangenen November in Haft. Der Besitzer, José Luis A. C., ist hingegen weiterhin auf der Flucht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua sollen noch andauern.

Die Behörden rufen Angehörige, die in der Einrichtung Bestattungen organisiert haben, dazu auf, sich zu melden und genetisches Material bereitzustellen. Dies könnte helfen, die noch nicht identifizierten Leichen zuzuordnen. Für den 27. Juni ist eine Demonstration geplant, bei der Gerechtigkeit für die Toten und ihre Familien gefordert wird.

Dora Elena Delgado Barraza, Sprecherin der Initiative Gerechtigkeit für unsere Verstorbenen, kritisiert die Verantwortlichen scharf. Ihnen wirft sie vor, im Umgang mit dem Fall jede Empathie und Menschlichkeit vermissen zu lassen.

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Ein Jahr nach dem Fund harren 135 Leichen weiterhin der Identifizierung. Der Aufruf zur Abgabe von DNA-Proben bleibt bestehen, während die Angehörigen nach Abschluss suchen. Die geplante Demonstration unterstreicht die wachsende Verzweiflung über ungelöste Fragen und das zögerliche Tempo der Justiz.

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