06 May 2026, 06:55

1.000 Menschen fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, hält Fahnen und Schilder, mit einer Banner auf der rechten Seite des Bildes.

1.000 Menschen fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen

Rund 1.000 Menschen zogen am Samstag durch Berlin, um mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Demonstration fiel zusammen mit dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Die Teilnehmenden verlangten rechtlich verbindliche Vorgaben zur Barrierefreiheit – kurz vor einer entscheidenden parlamentarischen Debatte in dieser Woche.

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Der Marsch begann am Brandenburger Tor und endete am Roten Rathaus. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer beteiligten sich mit Schildern, auf denen „Teilhabe für alle garantieren“ und „Integration und Inklusion stärken“ stand. Die Organisatorinnen und Organisatoren hatten die Aktion als Teil einer breiteren Initiative für Reformen geplant.

Ein Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsaktivistinnen und -aktivisten führte die Kundgebung an. Zu den Rednerinnen und Rednern zählten Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie mehrere Abgeordnete. In ihren Reden kritisierten sie den aktuellen Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Auf der Abschlusskundgebung kündigten die Veranstalter an, eine Petition einreichen zu wollen. Sie argumentierten, dass der geplante Gesetzentwurf Unternehmen und Behörden weiterhin selbst über Barrierefreiheitsmaßnahmen entscheiden lässt. Die Demonstration fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung der Reformen im Bundestag am Donnerstag statt.

Die Aktion unterstrich die anhaltenden Defizite bei Barrierefreiheit und Inklusion in Deutschland. Die Organisatorinnen und Organisatoren wollen nun Druck auf die Abgeordneten ausüben, um strengere und durchsetzbare Standards durchzusetzen. Der Bundestag wird die vorgeschlagenen Änderungen noch in dieser Woche beraten.

Quelle