11 May 2026, 06:32

Zwei US-Bürger seit über zehn Jahren in chinesischer Haft wegen Drogendelikten

Plakat mit einem Mann mit entschlossener Miene und Text "Dieser Mann ist dein Freund, Chinese kämpft er für die Freiheit."

Zwei US-Bürger seit über zehn Jahren in chinesischer Haft wegen Drogendelikten

Zwei US-Bürger sitzen seit über einem Jahrzehnt in chinesischen Gefängnissen, nachdem sie wegen Drogendelikten verurteilt wurden. Dawn Michelle Hunt, eine ehemalige Flugbegleiterin aus der Region Chicago, und Nelson Wells Jr., ein dreifacher Familienvater aus Louisiana, wurden beide festgenommen, als sie unwissentlich Drogen transportierten. Ihre Familien kämpfen nun um ihre Freilassung, da sich ihr Gesundheitszustand in Haft verschlechtert.

Hunt wurde verurteilt, nachdem sie als sogenannte „unwissende Kurierin“ in einen internationalen Betrug verwickelt worden war. Sie wusste nichts von den Drogen, die in ihrem Gepäck versteckt waren, als sie verhaftet wurde. Wells Jr. geriet in eine ähnliche Situation – er hatte zugestimmt, den Koffer einer anderen Person zu transportieren, ohne zu ahnen, dass dieser illegale Substanzen enthielt.

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Beide leiden in Haft unter schweren gesundheitlichen Problemen. Hunts Zustand verschlechtert sich zusehends; sie benötigt regelmäßig Bluttransfusionen, lehnt jedoch Operationen durch Gefängnisärzte aus Misstrauen ab. Wells Jr. kämpft mit schweren epileptischen Anfällen, Diabetes, Bluthochdruck und weiteren Komplikationen.

Das US-Außenministerium bestätigte, konsularische Unterstützung zu leisten und sich für ihr Wohlergehen einzusetzen. Unterdessen betont das chinesische Außenministerium, die beiden verbüßten rechtmäßige Strafen für schwere Drogenverbrechen.

Die Familien von Hunt und Wells Jr. fordern nun Präsident Donald Trump auf, ihre Fälle beim Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping anzusprechen. Zudem unterstützen sie einen Gesetzesentwurf des Abgeordneten Chris Smith, der Familien in ähnlichen Lagen bessere Hilfe zukommen lassen soll.

Trotz der Appelle der Angehörigen und wachsender gesundheitlicher Bedenken bleiben die beiden Amerikaner in Haft. Ihre Fälle zeigen die Risiken auf, denen Reisende ausgesetzt sind, die unbewusst in Drogenhandelsstrukturen geraten. Fürs Erste bieten diplomatische Bemühungen und der vorgeschlagene Gesetzesentwurf die einzigen sichtbaren Wege zu einer möglichen Freilassung.

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