23 March 2026, 19:11

Zürichs Kriminalität sinkt – doch häusliche Gewalt bleibt ein Dauerbrenner

Detailierte Papierkarte von Zürich, Schweiz, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit handgeschriebener Text zeigt.

Zürichs Kriminalität sinkt – doch häusliche Gewalt bleibt ein Dauerbrenner

Zürich verzeichnete 2025 einen spürbaren Rückgang der Kriminalität, mit einem Rückgang der Gesamtstraftaten um 5 %. Dieser Rückgang überstieg den nationalen Durchschnitt von 1,5 % und markiert eine positive Entwicklung in der Sicherheitsbilanz der Stadt. Dennoch blieben häusliche Gewalt und Jugenddelikte zentrale Problemfelder für die Behörden.

Die Zürcher Polizei bearbeitete im vergangenen Jahr 7.880 Meldungen zu häuslichen Streitigkeiten oder Familienkonflikten. Im Schnitt gingen täglich 21 bis 22 solche Notrufe ein – ein deutlicher Beleg für das anhaltende Problem der Gewalt im privaten Umfeld.

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Unterdessen sank die Jugendkriminalität um 10 %, ein stärkerer Rückgang als im schweizerischen Durchschnitt von 5 %. Trotz dieses Fortschritts wurden über 2.164 junge Menschen wegen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch registriert. Die Behörden wiesen darauf hin, dass noch keine klaren Daten vorlägen, inwiefern die seit 2023 eingeführten Präventionsprogramme diese Zahlen beeinflusst hätten.

Auch die Beschlagnahmung von Waffen sorgte für Aufmerksamkeit: Im Laufe des Jahres wurden mehr als 1.400 Messer und andere scharfe Gegenstände sichergestellt. Die Cyberkriminalität ging leicht um 2,5 % zurück, während Betrugsfälle am Telefon im Vergleich zu den Vorjahren sogar um 60 % einbrachen.

Die sinkende Kriminalitätsrate in der Stadt deutet auf erste Erfolge in der Polizeiarbeit und Prävention hin. Doch die hohe Zahl an häuslicher Gewalt und Jugendstraftaten zeigt, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die Behörden beobachten die Entwicklungen genau, um die langfristige Wirkung ihrer Maßnahmen zu bewerten.

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