Zoll beschlagnahmt 105.430 Euro bei verdächtigem Zugreisendem in die Tschechische Republik
Julian HartmannVerdächtig großer Bargeldfund bei Zugkontrolle - Zoll beschlagnahmt 105.430 Euro bei verdächtigem Zugreisendem in die Tschechische Republik
Ein 31-jähriger Reisender, der mit dem Zug in die Tschechische Republik unterwegs war, wurde von Zollbeamten angehalten, nachdem bei ihm Bargeld in Höhe von 105.430 Euro gefunden worden war. Seine Angaben zur Herkunft und zum Verwendungszweck des Geldes wurden als unglaubwürdig eingestuft, woraufhin die Behörden die Sache näher prüften.
Der Vorfall begann, als Zollbeamte während einer Routinekontrolle Misstrauen gegenüber dem Passagier schöpften. Bei der Durchsuchung entdeckten sie Bargeldbündel, die in seinem Rucksack, seiner Jacke und seinen Hosentaschen versteckt waren. Nach EU-Vorschriften müssen Reisende Beträge über 10.000 Euro bei einer Befragung durch den Zoll angeben.
Der Mann behauptete, das Geld solle für den Kauf zweier Luxusfahrzeuge in der Tschechischen Republik verwendet werden. Zudem gab er an, ein Teil des Bargelds stamme von seinem privaten Bankkonto, während ein größerer Betrag von Freunden aus Vietnam übermittelt worden sei. Die Beamten hielten seine Schilderungen jedoch für widersprüchlich und wenig plausibel.
Infolgedessen wurde der gesamte Betrag beschlagnahmt. Nun läuft ein formelles Prüfverfahren, um zu entscheiden, ob ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche eingeleitet werden soll.
Dieser Fall reiht sich in einen größeren Trend der letzten Jahre ein. Zwischen 2021 und 2025 führten Beschlagnahmungen nicht deklarierten Bargelds bei Reisen innerhalb der EU in 15 bis 25 Prozent der Fälle in den Mitgliedstaaten zu Geldwäscheermittlungen. In besonders risikoreichen Zonen – etwa an Flughäfen in den Niederlanden, Deutschland und Italien – stieg die Quote sogar auf bis zu 40 Prozent. Ein markantes Beispiel datiert aus dem Jahr 2023, als 1.200 nicht deklarierte Bargeldfunde am Flughafen Frankfurt in 30 Prozent der Fälle zu offiziellen Geldwäschevorwürfen führten, wie aus Daten von Europol und nationalen Zollbehörden hervorgeht.
Das beschlagnahmte Bargeld bleibt vorerst in Verwahrung, während die Behörden die Angaben des Reisenden überprüfen. Sollte dies als notwendig erachtet werden, wird nach den EU-Protokollen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität ein vollständiges Geldwäscheermittlungsverfahren eingeleitet. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, undeklarierte Bargeldbewegungen innerhalb der Union einzudämmen.
A 2024 case in Passau highlights recurring cash seizure patterns in EU train checks
German border police in Passau intercepted a 25-year-old train passenger carrying a large cash sum in March 2024. This mirrors recent enforcement trends:
- €105,430 was found hidden in the 2026 case in the Czech Republic.
- The 2024 incident involved similar suspicions of money laundering.
- Both cases reflect heightened scrutiny of undeclared cash in EU transit hubs.






