Wolf beißt Frau in Hamburg – Debatte über Einschläferung oder Freilassung
Sebastian VoigtWolf beißt Frau in Hamburg – Debatte über Einschläferung oder Freilassung
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Umgang mit dem Tier
Am Montagabend hat ein Wolf in Hamburg-Altona eine Frau im Gesicht gebissen, als diese versuchte, das Tier aus einer automatischen Schiebetür zu befreien. Der Vorfall hat eine Diskussion über den weiteren Umgang mit dem Wolf ausgelöst: Sollte er eingeschläfert oder unter Beobachtung freigelassen werden?
Der Angriff ereignete sich, als die Frau dem eingeklemmten Tier helfen wollte. Die Behörden fingen den Wolf später ein – ohne Betäubung – und brachten ihn in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen.
Forderungen nach klarem Vorgehen Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), hält eine dauerhafte Haltung des Wolfs in Gefangenschaft für tierschutzwidrig. Er schlägt zwei Lösungen vor: entweder die Tötung des Tieres oder seine Freilassung mit einem GPS-Sender, um seine Bewegungen zu überwachen.
In der Region Hamburg gibt es derzeit keine etablierten Wolfsrudel. Sichtungen sind selten und betreffen meist Einzeltiere, die aus Ost- oder Norddeutschland einwandern. Bundesweit ist die Population jedoch stark gewachsen: Im Oktober 2025 wurden 219 Rudel, 43 territoriale Paare und 14 Einzelwölfe gezählt.
Dammann-Tamke betont, dass Wölfe lernen müssten, den Kontakt mit Menschen zu meiden. Gleichzeitig könne die Entnahme einzelner Tiere das Verhalten ganzer Rudel prägen. Sein Ziel ist es, Konflikte zwischen Menschen, Wölfen und Nutztieren zu verringern.
Entscheidung über Schicksal des Wolfs noch offen Der Wolf befindet sich vorerst in einer vorübergehenden Unterbringung, während die Behörden über sein weiteres Schicksal entscheiden. Falls er freigelassen wird, soll er voraussichtlich mit einem Sendegerät ausgestattet werden. Der Vorfall zeigt die Herausforderungen auf, die mit dem wachsenden Wolfsbestand in deutschen Ballungsräumen einhergehen.






