Vater und Sohn kehren nach Minnesota zurück – doch ihre Zukunft bleibt ungewiss
Sebastian VoigtVater und Sohn kehren nach Minnesota zurück – doch ihre Zukunft bleibt ungewiss
Ein Vater und sein fünfjähriger Sohn, die im Januar vom US-Einwanderungs- und Zolldienst (ICE) festgenommen worden waren, sind nach Minnesota zurückgekehrt, nachdem ein Richter ihre Abschiebung gestoppt hatte. Adrian Conejo Arias und sein Sohn Liam waren in diesem Jahr als Asylsuchende mit behördlicher Genehmigung in die USA eingereist – nur um Monate später plötzlich in Haft zu landen.
Zurück in ihrer Gemeinschaft bleibt die Familie angesichts einer ungewissen Zukunft vorsichtig, während der Rechtsstreit weitergeht.
Adrian Conejo Arias und Liam Conejo Ramos kamen 2024 mit einer bundesweiten Asylanerkennung in die USA. Doch im Januar nahm ICE sie fest, was bei Menschenrechtsorganisationen für Asylsuchende Besorgnis auslöste. Ein Richter griff im Februar ein, stoppte die Abschiebung und ermöglichte ihre Rückkehr nach Minnesota.
Das Justizministerium legte Anfang April Berufung gegen das Urteil ein. Unterdessen organisierten Unterstützer, koordiniert vom Minnesota Immigrant Rights Action Committee, eine Kundgebung vor dem Staatskapitol. Ihre Forderung: Der Gouverneur solle Minnesota zum „Safe-Haven-Bundesstaat“ erklären.
Arias hat die Mütze aufbewahrt, die Liam an dem Tag der Festnahme trug. Für ihn steht sie als Symbol des Widerstands – nicht nur für seine Familie, sondern für alle Migranten, die ähnliche Kämpfe durchstehen. Er hofft, dass kein Kind jemals das erleben muss, was Liam durchmachen musste.
Die Familie lebt nun von Tag zu Tag und vermeidet es, sich auf das zu konzentrieren, was als Nächstes kommen könnte. Ihr Fall hängt weiterhin mit dem laufenden Berufungsverfahren zusammen, während Aktivisten für umfassendere Schutzmaßnahmen kämpfen. Vorerst bleibt die Mütze eine Erinnerung an ihren Kampf – und an den größeren Kampf der Migranten in den USA.






