Tornado-Opfer in Illinois und Indiana erhalten keine FEMA-Hilfe – warum?
Finn WolfTornado-Opfer in Illinois und Indiana erhalten keine FEMA-Hilfe – warum?
Schwere Tornados trafen am 10. März die Countys Kankakee in Illinois und Newton in Indiana. Die Stürme richteten tödliche Verwüstungen an und hinterließen Gemeinden, die auf Bundeshilfe hoffen. In diesem Jahr wurden in den USA bereits rekordverdächtige 161 bestätigte Tornados registriert.
Der Bundesstaat Illinois beantragte niemals offiziell eine Katastrophenerklärung der höchsten Stufe bei der Bundesnotfallbehörde FEMA für das Ereignis vom 10. März. Die Schäden in Aroma Park und im Kankakee County erreichten nicht die erforderlichen Schwellenwerte für Bundesmittel. Folglich bestätigte die FEMA, dass keine Gelder an die betroffenen Gebiete in beiden Bundesstaaten fließen werden.
Stattdessen organisierte Illinois über die Behörde für Kleinunternehmen (Small Business Administration, SBA) zinsgünstige oder zinslose Darlehen mit einjähriger Laufzeit für Sturmopfer. Gouverneur JB Pritzker war zunächst davon ausgegangen, dass FEMA-Hilfe gewährt werde, stellte später jedoch infrage, ob politische Gründe die Entscheidung beeinflusst hätten. Er kritisierte die Regierung unter Donald Trump, die die Anforderungen für Bundeshilfen angehoben und es Gemeinden damit erschwert habe, Unterstützung zu erhalten.
Die FEMA hatte bereits im vergangenen Sommer zwei Hilfsgesuche aus Illinois abgelehnt, darunter Anträge für Sturmfolgen in den Countys Cook, Kane, McHenry und Will.
Die betroffenen Regionen werden keine FEMA-Mittel erhalten. Sturmopfer können jedoch auf Kredite der Small Business Administration zurückgreifen, um den Wiederaufbau zu finanzieren. Die Rekordzahl an Tornados in diesem Jahr unterstreicht die wachsenden Herausforderungen für die Katastrophenbewältigung.
