Tante-Enso-Markt in Schweskau füllt Versorgungslücke nach Edeka-Schließung
Charlotte RichterTante-Enso-Markt in Schweskau füllt Versorgungslücke nach Edeka-Schließung
Ein neuer Tante-Enso-Markt eröffnet im Lemgower Ortsteil Schweskau – und schließt die Lücke nach der Schließung von Edeka
Im Lemgower Ortsteil Schweskau hat ein neuer Tante-Enso-Markt seine Türen geöffnet und füllt damit die Versorgungslücke, die nach der Schließung des örtlichen Edeka entstand. Der genossenschaftlich betriebene Supermarkt bringt den Anwohnern wieder ein Einkaufsangebot vor Ort – für viele war der Weg zum nächsten Laden bisher mit langen Fahrten verbunden. Mit fast 90 Filialen in ganz Deutschland expandiert das Konzept nun weiter.
Das Modell von Tante Enso setzt auf die Unterstützung der lokalen Gemeinschaft: Ein bestimmter Prozentsatz der Einwohner muss der Genossenschaft beitreten, bevor ein Markt eröffnet werden kann. Im Gegenzug erhalten die Mitglieder Rabatte. Ist der Laden einmal etabliert, können Kunden mit ihrer Tante-Enso-Karte rund um die Uhr einkaufen – selbst außerhalb der Öffnungszeiten mit Personal –, dank Selbstbedienungskassen.
Die Märkte konzentrieren sich auf Regionen, in denen große Ketten wie Edeka, Rewe oder Aldi kaum Interesse zeigen. Viele Standorte liegen in ländlichen Gebieten, wo der nächste Supermarkt mindestens fünf Kilometer entfernt ist. Neben bekannten Markenprodukten führen die Regale auch Bio- und Regionalwaren – eine Mischung aus „Tante-Emma-Laden-Charme und modernem Einzelhandel“, wie Enso es nennt.
Die Expansion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Migros aus dem deutschen Markt zurückzieht und seine Tegut-Filialen zum Verkauf stellt. Enso plant, bis zu 36 dieser Standorte zu übernehmen, vor allem in unterversorgten ländlichen Regionen. Damit festigt das Unternehmen seine Präsenz in Gebieten, aus denen sich klassische Supermärkte zurückgezogen haben.
Die Eröffnung in Lemgow ist ein weiterer Schritt im Wachstum von Enso und bietet Gemeinden mit begrenzten Einkaufsmöglichkeiten eine wichtige Alternative. Durch die Kombination aus Genossenschaftsmitgliedschaft und flexiblen Öffnungszeiten stellt das Konzept sicher, dass Anwohner Grundnahrungsmittel ohne weite Wege besorgen können. In den kommenden Monaten könnten weitere Übernahmen ehemaliger Tegut-Märkte folgen.






