Südekum fordert höhere Steuern für Reiche – um Geringverdiener zu entlasten
Finn WolfSüdekum fordert höhere Steuern für Reiche – um Geringverdiener zu entlasten
Der Ökonom Jens Südekum hat eine klare Position zu den geplanten Einkommensteuerreformen in Deutschland bezogen. Seiner Ansicht nach sind höhere Steuern für Spitzenverdiener unverzichtbar, um Entlastungen für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen zu finanzieren. Zu seinen Vorschlägen gehören auch Änderungen bei der Unternehmensbesteuerung, um Bürokratie abzubauen und Finanzierungslücken zu schließen.
Südekum weist vage Forderungen nach Sparmaßnahmen als unrealistisch zurück. Er betont, dass Einsparungen konkrete Entscheidungen erfordern – doch bisher wurden keine spezifischen Maßnahmen vorgelegt. Stattdessen sieht er Steuersatzerhöhungen für Wohlhabende als den einzigen gangbaren Weg, um den Haushalt auszugleichen und gleichzeitig Steuersenkungen für Geringverdiener zu ermöglichen.
Er widerspricht zudem der Behauptung, höhere Steuern würden Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belasten. Nach geltendem Recht können diese Unternehmen bereits wählen, ob sie über das bestehende "Optionsmodell" wie Kapitalgesellschaften besteuert werden. Um das System weiter zu vereinfachen, schlägt Südekum vor, den Übergang zur Körperschaftsteuer zu erleichtern und überflüssigen Papierkram zu reduzieren.
Seine Warnungen gelten auch den finanziellen Risiken, die mit einer Senkung der Steuersätze in den unteren Einkommensstufen verbunden sind. Ohne Ausgleich durch höhere Abgaben von Besserverdienern würden solche Entlastungen erhebliche Haushaltslücken hinterlassen. Eine Anhebung der Spitzen- und Vermögenssteuersätze, so Südekum, bleibe die realistischste Lösung, um die Reform fair zu finanzieren.
Im Mittelpunkt von Südekums Plänen steht eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen, um Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener zu sichern. Zudem setzt er sich für einfachere Regeln bei der Unternehmensbesteuerung ein, um den Verwaltungsaufwand zu verringern. Ohne diese Schritte, warnt er, drohten den geplanten Reformen ernsthafte Finanzierungsprobleme.






